☕ Blick hinter die Kulissen

Eigentlich war der letzte Wochenwahnsinn bereits geschrieben.

Veröffentlicht.

Fertig.

Ich hätte es also besser wissen müssen.

Denn offenbar gibt es in meinem Leben eine bislang unentdeckte Naturregel:

Sobald ich behaupte, für diese Woche sei alles erzählt, holt das Leben noch einmal tief Luft und sagt: „Warte mal … eine Geschichte geht noch.“

Und diesmal dachte es sich offenbar:

Wir machen etwas mit Bewegung.

Oder besser gesagt:

mit dem plötzlichen Ende derselben.

Ich wollte nämlich nur in den Pool.

Ganz harmlos.

Ein bisschen abkühlen, entspannen und für einen kurzen Moment so tun, als wäre ich ein normaler Mensch, der nach getaner Arbeit einfach Feierabend macht.

Tja.

Ich weiß bis heute nicht genau, warum ich überhaupt auf solche Ideen komme.

Denn auf dem Weg dorthin lagen noch ein paar Tomatenstangen herum, weil wir zuvor für den Sperrmüll geräumt hatten.

Und irgendwie schaffte ich es, darüber zu stolpern.

Nicht ein bisschen.

Nicht dieses elegante kleine Straucheln, bei dem man zwei schnelle Schritte macht, sich fängt und anschließend unauffällig umschaut, ob es jemand gesehen hat.

Nein.

Ich fiel wie ein frisch gefällter Baum.

Der Länge nach.

Rumms.

Knie aufgeschlagen.

Kopf angeschlagen.

Und zunächst war daran überhaupt nichts lustig.

Das Knie brannte wie Feuer und mein Kopf war für ein paar Minuten reichlich dusselig.

Keine Sorge: Es ist glücklicherweise nichts Schlimmes passiert. Ich habe mich beobachtet, es ging mir schnell wieder gut und außer ein paar schmerzhaften Erinnerungen an die Schwerkraft ist alles an seinem Platz geblieben.

Was man von meiner Würde allerdings nur eingeschränkt behaupten kann.

Denn der eigentliche Höhepunkt kam erst noch.

🐢 Die Geburt einer neuen Yogafigur

Ich musste schließlich wieder aufstehen.

Klingt einfach.

Ist es normalerweise auch.

Nur hatte ich beim Sturz natürlich wieder versucht, mich mit den Händen abzufangen – und ausgerechnet die Hand benutzt, die von einem früheren Unfall ohnehin noch beleidigt ist.

Die teilte mir beim ersten Versuch ziemlich unmissverständlich mit:

„Vergiss es.“

Das Knie war ebenfalls nicht sonderlich kooperationsbereit.

Und so lag ich da.

Im Badeanzug.

Auf dem Rücken.

Und stellte fest, dass die menschliche Evolution offenbar einen entscheidenden Konstruktionsfehler besitzt:

Sie hat uns zwar irgendwann den aufrechten Gang beigebracht …

aber keine vernünftige Anleitung beigelegt, wie man wieder hineinkommt.

Also begann ich zu experimentieren.

Erst drehen.

Dann wippen.

Ein bisschen robben.

Noch einmal wippen.

Irgendwie auf die Knie.

Wieder zurück.

Hintern hoch.

Hintern noch höher.

Kurz innehalten und überlegen, ob das wirklich die Richtung ist, in die sich ein erwachsener Mensch normalerweise bewegt.

Ich muss ausgesehen haben wie eine auf den Rücken gefallene Schildkröte, die beschlossen hat, ihre missliche Lage mit einer Mischung aus Breakdance, Yoga und letzter Verzweiflung zu lösen.

Und während ich da mit dem Hintern gen Himmel meine ganz persönliche Rückkehr in die Senkrechte vorbereitete, gab es nur noch einen Gedanken:

Bitte. Lass. Mich. Niemanden. Sehen.

Und manchmal hat man im Leben einfach Glück.

Der Betrieb gegenüber hatte noch keinen Feierabend.

Denn wären dort gerade zwanzig Mitarbeiter auf den Hof gekommen, hätte vermutlich spätestens jetzt jemand gefragt, ob wir bei Orenda neuerdings Outdoor-Kurse anbieten:

„Die gestrandete Schildkröte – intuitives Bodenyoga für Fortgeschrittene. Badeanzug bitte selbst mitbringen.“

Ich habe es schließlich geschafft.

Wie genau, kann ich nicht mehr rekonstruieren.

Manche Geheimnisse sollte die Menschheit vielleicht auch einfach ruhen lassen.

Und falls sich jetzt jemand fragt, wie ich es schaffe, ausgerechnet solche Geschichten immer wieder zu produzieren:

Man muss auch über sich selbst lachen können. In meinem Fall ist das manchmal weniger eine Lebenseinstellung als schlicht eine Frage des vorhandenen Materials.


🌿 Kaum haben wir einen Plan, ändern wir ihn auch schon wieder

Nachdem meine Würde eingesammelt und die Schildkröte wieder aufrecht stand, konnten wir uns also den wirklich wichtigen Dingen widmen.

Und da ist in den letzten zwei Wochen erstaunlich viel passiert.

Wir hatten gerade wieder unseren montäglichen Medizinrat & Ideenschmiede.

Für diejenigen, die sich jetzt fragen, was das eigentlich ist:

Der Medizinrat entstand ursprünglich, weil wir regelmäßig besondere oder schwierige Fälle gemeinsam besprechen wollten.

Jede von uns bringt andere Erfahrungen, anderes Wissen und manchmal auch einen völlig anderen Blick auf eine Situation mit.

Und irgendwann stellten wir fest:

Wir besprechen montags längst nicht mehr nur Fälle.

Wir spinnen Ideen.

Wir planen.

Wir verwerfen.

Wir entwickeln weiter.

Aus einem Satz wird plötzlich ein neues Projekt, aus einer kleinen Idee eine ganze Rubrik – und gelegentlich stellen wir zwei Stunden später fest, dass wir eigentlich über etwas völlig anderes sprechen wollten.

Also bekam der Medizinrat einen zweiten Namen:

Ideenschmiede.

Und inzwischen trifft es das ziemlich gut.

Denn genau dort wurde in den vergangenen Monaten ein erstaunlicher Teil dessen geboren, was ihr heute bei Orenda seht.


🗂️ Wir haben jetzt einen Redaktionsplan!

Darauf waren wir kürzlich noch mächtig stolz.

Nach rund zwanzig Jahren kreativem Chaos hatten wir plötzlich:

einen Themenplan,

einen Veröffentlichungsplan,

feste Rubriken,

feste Tage

und sogar sämtliche Themen des Orenda-Magazins bis Ende 2026 festgelegt.

Wir werden noch richtig organisiert auf unsere alten Tage.

Dachten wir.

Denn kaum war der Redaktionsplan fertig, haben wir angefangen, ihn umzubauen.

So kenne ich uns wieder.

Ein Redaktionsplan bei Orenda ist offenbar kein rechtsverbindliches Dokument.

Eher eine freundliche Empfehlung.


✍️ Iris wird Blogautorin

Die vermutlich größte Überraschung:

Iris schreibt.

Ja.

Freiwillig.

Blogbeiträge.

Sie hat sich dazu durchgerungen, künftig über Trauer & Abschied zu schreiben – ein Thema, das ihr besonders am Herzen liegt und mit dem sie sich schon lange intensiv beschäftigt.

Und weil diese Beiträge künftig donnerstags erscheinen sollen, musste natürlich jemand weichen.

Wer?

Na ich.

Der Wochenwahnsinn zieht um.

Künftig findet ihr ihn alle 14 Tage am Dienstag.

Kaum haben sich alle daran gewöhnt, dass er donnerstags erscheint, ziehen wir um.

Wir möchten schließlich nicht, dass euch langweilig wird.


🎓 Ach ja … wir haben ja auch noch eine Academy!

Eine weitere bahnbrechende Erkenntnis unseres Medizinrats lautete:

Wir haben eine komplette Orenda Academy.

Wir entwickeln dort Ausbildungen weiter.

Schreiben Lehrtexte.

Erstellen Unterricht.

Begleiten Schüler.

Bauen gerade vieles völlig neu auf.

Und erzählen draußen …

praktisch nichts davon.

Marketing können wir.

🤣

Also haben wir beschlossen, dass sich das ändern muss.

Künftig möchten wir im Blog regelmäßig genau über die Fragen sprechen, die Menschen beschäftigen, wenn sie über eine Aus- oder Fortbildung nachdenken.

Bin ich dafür überhaupt geeignet?

Kann ich online wirklich gut lernen?

Was ist, wenn ich schon älter bin?

Wie viel Zeit brauche ich?

Muss ich Vorkenntnisse haben?

Und wahrscheinlich die wichtigste Frage überhaupt:

„Was erwartet mich da eigentlich?“

Denn vielleicht liegt es gar nicht daran, dass Menschen kein Interesse haben.

Vielleicht wissen sie schlicht zu wenig darüber.

Das wäre natürlich ausgesprochen praktisch.

Dann könnten wir nämlich etwas dagegen tun.


📱 Und wenn wir schon aufräumen …

… mussten auch unsere WhatsApp-Gruppen dran glauben.

Die Gruppen Orenda News & Infos sowie der Orenda Balance Circle werden aufgelöst.

Dafür gibt es künftig unseren WhatsApp-Kanal.

Weniger verschiedene Baustellen.

Weniger doppelte Informationen.

Und hoffentlich auch für euch weniger:

„Wo hatten die das jetzt noch mal geschrieben?“

Diese Frage stelle ich mir selbst oft genug.

Wir müssen das nicht auch noch an euch weitergeben.

Der Balance Circle und seine Themen verschwinden natürlich nicht einfach. Wir bündeln unsere Informationen nur anders.

Wir räumen also nicht weg.

Wir räumen auf.

Ich weiß.

Orenda und Aufräumen in einem Satz.

2026 hält wirklich einige Überraschungen bereit.


📅 Auch unsere Veranstaltungen verändern sich

Eine weitere Entscheidung ist gefallen:

Ab 2027 finden unsere Veranstaltungen ausschließlich online statt.

Das macht sie für Menschen zugänglich, die weiter entfernt wohnen, erspart Anfahrten und gibt auch uns wesentlich mehr Flexibilität.

Gleichzeitig führen wir eine Mindestteilnehmerzahl von fünf Personen ein.

Wird sie nicht erreicht, sagen wir die Veranstaltung zwei Tage vorher ab.

Denn wir haben in den vergangenen Jahren auch gelernt, dass man Dinge nicht allein deshalb ewig genauso weitermachen muss, weil man sie irgendwann einmal so angefangen hat.

Man darf ausprobieren.

Man darf feststellen, dass etwas nicht mehr funktioniert.

Und dann darf man es verändern.

Samstags erzählen wir euch künftig regelmäßig mehr über die kommenden Veranstaltungen und natürlich auch darüber, was euch dort erwartet.


📊 Sie klicken!

Und während wir hinter den Kulissen fröhlich unsere komplette Struktur einmal durch den Mixer schicken, passiert draußen tatsächlich etwas.

Ihr klickt.

Unsere Webseite bekommt Besucher.

Das Orenda-Magazin wird gelesen.

Die Podcasts werden gehört.

Unsere Umfragen werden angeklickt und sogar beantwortet.

Gerade die Kombination aus einer emotional erzählten Geschichte im Podcast und dem ausführlicheren, wissenschaftlich fundierten Beitrag im Magazin scheint viele Menschen anzusprechen.

Frauen ebenso wie Männer.

Das fasziniert und freut uns wirklich sehr.

Nur eine Spezies bleibt bislang erstaunlich selten:

👍 Der gemeine Orenda-Like.

Er gilt offenbar als ausgesprochen scheu.

Man weiß, dass er existiert.

Gelegentlich wird sogar einer gesichtet.

Aber sobald ein neuer Beitrag erscheint, zieht er sich vorsichtshalber wieder in sein natürliches Habitat zurück.

🤣

Ihr lest.

Ihr bleibt.

Ihr kommt wieder.

Nur der Daumen scheint bei vielen noch unter strengem Artenschutz zu stehen.

Dabei helfen Likes, Kommentare und Reaktionen tatsächlich dabei, dass unsere Beiträge auch anderen Menschen angezeigt werden.

Falls euch also etwas gefällt:

Traut euch ruhig.

Der Like-Button beißt nicht.

Wir haben nachgesehen.


🌳 Und was klickt ihr am meisten?

Jetzt wird es allerdings interessant.

Natürlich freuen wir uns über die steigenden Zahlen beim Magazin.

Aber unsere heimlichen Stars sind momentan:

Iris‘ Baumbilder.

Die werden teilweise häufiger angeklickt als alles andere.

Und neuerdings kommt noch etwas dazu:

Iris‘ Comicversion unseres Lebens.

Offenbar gefällt euch das.

Mir übrigens auch.

Ich sehe als Comicfigur nämlich ausgesprochen überzeugend esoterisch aus.

Teilweise schaue ich mir die Bilder an und denke:

Donnerwetter. Die Frau sieht aus, als würde sie morgens vor dem ersten Kaffee noch schnell mit drei Ahnen und einem Krafttier konferieren.

Dabei suche ich in Wirklichkeit wahrscheinlich gerade meine Brille, die auf meinem Kopf steckt.

Aber genau das mögen wir an diesen Bildern.

Sie überzeichnen uns ein bisschen.

Sie nehmen unseren Alltag auf die Schippe.

Und sie erinnern uns daran, uns selbst nicht ständig so bierernst zu nehmen.


🗳️ Und jetzt fragen wir sogar euch

Auch das ist neu.

Wir machen inzwischen Umfragen.

Nicht, weil uns plötzlich die Ideen ausgegangen wären.

Das wäre nun wirklich das Letzte, worüber man sich bei Orenda Sorgen machen müsste.

🤣

Sondern weil wir wissen möchten, was euch interessiert.

Welche Themen möchtet ihr lesen?

Was möchtet ihr lernen?

Welche Veranstaltungen interessieren euch?

Was fehlt euch?

Was können wir besser machen?

Wir können nämlich hundert fantastische Ideen entwickeln – wenn sie an den Menschen vorbeigehen, für die wir sie machen, haben wir davon herzlich wenig.

Deshalb gehört eure Meinung inzwischen ganz bewusst zu unserer Planung.


🌿 Und irgendwie wächst alles weiter

Zwischen Redaktionsplänen, Umfragen, Academy, Blogbeiträgen, Podcasts, Veranstaltungen und gelegentlichen unfreiwilligen Bodenübungen passiert nämlich etwas, das man im Alltag leicht übersieht:

Orenda verändert sich gerade ziemlich grundlegend.

Nicht indem wir alles Alte wegwerfen.

Sondern indem wir genauer hinschauen:

Was funktioniert noch?

Was brauchen die Menschen heute?

Was können wir anders machen?

Was möchten wir behalten?

Und was darf gehen?

Vielleicht ist genau das der Unterschied zu früher.

Wir haben nicht plötzlich aufgehört, spontan zu sein.

Um Himmels willen.

Das wäre vermutlich auch vollkommen aussichtslos.

Wir haben unseren Ideen nur eine Struktur gegeben, in der sie wachsen können.

Und wenn diese Struktur irgendwann nicht mehr passt?

Dann verändern wir sie eben wieder.

Siehe Redaktionsplan.

Der war schließlich auch ganze fünf Minuten heilig.

Denn Stillstand war noch nie unsere große Stärke.

Aufstehen übrigens neuerdings auch nicht.

Aber daran arbeite ich.

Bis zum nächsten Wochenwahnsinn.

Eure Claudia 🌿☕🐢

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