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Zwischen Girls Night und Umzugskartons

Bei der Girls Night waren wir dabei – unser Journal leider noch nicht. Gleiches gilt für unseren Stand, der wie auf dem Bild hätte aussehen sollen. In Wirklichkeit war er ein paar Nummern bescheidener – die üppige Deko hatte offenbar genauso wenig Zeit wie wir. 😉 Dafür waren wir persönlich dabei, und das Organisationsteam hatte seinen Teil deutlich besser im Griff als wir unsere Vorbereitungen.

Umso schöner war es, an diesem Abend mit Orenda dabei zu sein. Alles war prima organisiert, wir wurden herzlich aufgenommen und konnten sehen, wie viel Arbeit und Herzblut in den Vorbereitungen steckten. Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Abend möglich gemacht haben!

Und weil unser Journal seinen Auftritt verpasst hat, kommt es jetzt hinterher. Mit unseren Neuigkeiten, Angeboten und einem kleinen Einblick in das, was uns gerade beschäftigt.

Viel Freude beim Stöbern wünschen euch
Claudia & Iris 🌿

ORENDA ONLINE 

Orenda ist dort, wo du bist. 

Vielleicht hast du Orenda bisher mit einem Ort verbunden. Mit unserer Praxis, einem Behandlungsraum, persönlichen Gesprächen und der Vorstellung, dass du zu uns nach Düren kommen musst, wenn du unsere Begleitung nutzen möchtest. 

Doch das ist längst nicht mehr der einzige Weg. 

Fast alle unsere Angebote kannst du heute auch online wahrnehmen – ganz gleich, wo du wohnst. 

Und erstaunlicherweise erleben wir immer wieder, dass selbst Menschen, die uns schon lange kennen, davon noch gar nichts wissen. 

Manchmal ist der beste Ort genau dort, wo du gerade bist 

Es gibt viele Gründe, warum der Weg in eine Praxis nicht immer gut in das eigene Leben passt. 

Vielleicht wohnst du weiter entfernt. Vielleicht möchtest du nach einem langen Arbeitstag nicht noch ins Auto steigen. Vielleicht bist du zeitlich eingeschränkt oder möchtest für ein persönliches Thema einfach lieber in deiner vertrauten Umgebung bleiben. 

Dann treffen wir uns eben dort. 

Nicht an deinem Küchentisch – keine Sorge. Wir bleiben auf unserem Bildschirm. 😉 

Du suchst dir einen ruhigen Platz, machst es dir bequem und wir begegnen uns über einen geschützten Video-Termin. 

Und dann geschieht im Grunde genau das, was auch in unserer Praxis geschieht: 

Wir nehmen uns Zeit für dich. 

 

Beratung, Coaching und schamanische Begleitung – auch online 

Viele unserer Angebote lassen sich sehr gut online durchführen. 

Dazu gehören beispielsweise persönliche Beratung und Lebenscoaching, Paarbegleitung, Meditationen und Trancearbeit sowie zahlreiche Bereiche unserer schamanischen Arbeit. 

Denn vieles von dem, womit Menschen zu uns kommen, benötigt zunächst keinen gemeinsamen Behandlungsraum. 

Es braucht Aufmerksamkeit. 

Zeit. 

Ein genaues Hinsehen. 

Manchmal neue Fragen. 

Manchmal einen anderen Blick auf eine Situation. 

Und manchmal einen geschützten Rahmen, in dem etwas ausgesprochen werden darf, das schon lange keinen Platz gefunden hat. 

Ob zwischen uns dabei ein Tisch steht oder einige hundert Kilometer liegen, ist häufig viel weniger entscheidend, als man zunächst denkt. 

Und manches wird online sogar leichter 

Zu Hause bist du in deiner eigenen Umgebung. 

Nach einer intensiven Sitzung musst du nicht sofort wieder ins Auto steigen oder dich auf den Heimweg machen. Du kannst noch einen Moment sitzen bleiben, nachspüren, dir etwas aufschreiben oder einfach die Ruhe bewahren. 

Gerade bei Meditationen, Trancereisen, persönlichen Gesprächen oder emotionalen Themen kann das sehr angenehm sein. 

Natürlich gibt es auch Angebote, für die eine persönliche Begegnung sinnvoll oder notwendig ist. Deshalb schauen wir immer individuell, welcher Rahmen für dein Anliegen wirklich passt. 

Online soll den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. 

Es erweitert lediglich die Möglichkeiten. 

 

Orenda Academy – lernen, wo dein Leben stattfindet 

Auch unser Wissen ist längst nicht mehr an einen Ort gebunden. 

In der Orenda Academy findest du unsere Seminare, Programme und Ausbildungen online. 

Du kannst Inhalte in deinem eigenen Tempo bearbeiten, Wissen vertiefen und vieles direkt in deinen Alltag integrieren. Je nach Angebot begleiten wir die Lerninhalte zusätzlich durch persönliche Online-Termine, Unterricht oder gemeinsame Treffen. 

So muss Lernen nicht mehr bedeuten, regelmäßig weite Strecken zu fahren oder ein ganzes Wochenende außer Haus zu verbringen. 

Es darf sich deinem Leben ein Stück weit anpassen – und nicht immer umgekehrt. 

 

Vielleicht trennen uns 10 Kilometer. Vielleicht 500. 

Für uns macht das zunächst keinen Unterschied. 

Wenn du wissen möchtest, ob dein Anliegen online begleitet werden kann, frag uns einfach. 

Gemeinsam schauen wir, welcher Weg zu dir und deiner Situation passt. 

Denn Orenda ist nicht nur ein Ort. 

Orenda ist Begegnung, Wissen, Entwicklung und Begleitung. 

Und manchmal beginnt all das ganz einfach mit einem Bildschirm, einer Tasse Tee oder Kaffee und dem Gefühl: 

Jetzt ist diese Zeit nur für mich. 

ORENDA ONLINE 

Von deinem Ort. In deinem Tempo. Mit persönlicher Begleitung. 

 

ORENDA BEKOMMT NEUE WURZELN 

Manchmal bedeutet Verwurzeltsein auch, den eigenen Platz zu verändern. 

Fast zwanzig Jahre Orenda. 

Wenn wir diese Zahl aussprechen, fühlt sie sich manchmal selbst für uns ein wenig unwirklich an. 

So viele Menschen sind in dieser Zeit durch unsere Türen gekommen. Manche nur für eine kurze Begegnung, andere haben uns über Monate oder Jahre begleitet. Es wurde gesprochen, gelacht und geweint. Es wurde getrommelt, gelernt, meditiert, gefeiert, Abschied genommen und immer wieder neu begonnen. 

Orenda hat sich verändert. 

Wir haben uns verändert. 

Und nun verändert sich auch der Ort, an dem ein Teil dieser Geschichten entsteht. 

Orenda zieht um. 

 

Wurzeln halten uns nicht fest 

Vielleicht ist das eine der schönsten Lektionen, die uns die Natur immer wieder zeigt: 

Ein Baum braucht starke Wurzeln. 

Aber seine Wurzeln sind nicht dazu da, ihn klein zu halten. 

Sie geben ihm die Sicherheit, nach oben zu wachsen, neue Äste zu bilden und sich immer wieder den Veränderungen der Jahreszeiten anzuvertrauen. 

Auch wir haben irgendwann gemerkt: 

Es ist Zeit für Veränderung. 

Nicht, weil das Alte plötzlich schlecht geworden wäre. 

Nicht, weil wir vergessen hätten, was dort entstanden ist. 

Sondern weil Entwicklung manchmal bedeutet, zu erkennen, dass etwas, das lange gepasst hat, nicht unbedingt für immer passen muss. 

Das gilt für Räume genauso wie für Lebensentwürfe, Beziehungen, Gewohnheiten oder Vorstellungen davon, wie etwas zu sein hat. 

 

Was nehmen wir mit? 

Eigentlich alles, was wirklich wichtig ist. 

Unsere Erfahrung. 

Unsere Geschichten. 

Unser Wissen. 

Unsere manchmal etwas eigenwillige Art, Dinge zu betrachten. 

Unsere Trommeln, Bücher, Kräuter und wahrscheinlich sehr viel mehr Kisten, als wir heute wahrhaben möchten. 

Und natürlich nehmen wir das mit, was Orenda von Anfang an ausgemacht hat: 

den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen. 

Nicht nur das Problem, mit dem jemand zu uns kommt. 

Nicht nur ein Symptom. 

Nicht nur eine schwierige Lebensphase. 

Sondern den Menschen dahinter – mit seiner Geschichte, seinen Erfahrungen, seinen Beziehungen, seinen Möglichkeiten und manchmal auch mit den Teilen seines Lebens, die erst wiederentdeckt werden wollen. 

Daran ändert keine neue Adresse etwas. 

 

Und was lassen wir zurück? 

Das ist vielleicht die schwierigere Frage. 

Denn zu einem Umzug gehört nicht nur das Einpacken. 

Er bedeutet auch Aussortieren. 

Man nimmt Dinge in die Hand, die jahrelang selbstverständlich irgendwo standen, und fragt plötzlich: 

Brauche ich das eigentlich noch? 

Eine erstaunlich gute Frage – nicht nur beim Umziehen. 

Manche Dinge dürfen mit. 

Manche haben ihre Aufgabe erfüllt. 

Und manches entdeckt man in einer Kiste wieder und fragt sich ernsthaft, warum man es seit 14 Jahren aufbewahrt hat. 

Wir gehen davon aus, dass uns auch dieses Phänomen noch begegnen wird. 😉 

 

Veränderung darf gleichzeitig schön und unbequem sein 

Ein neuer Anfang klingt in der Rückschau oft romantischer, als er sich mittendrin anfühlt. 

Da sind Entscheidungen. 

Organisation. 

Kisten. 

Fragen. 

Ungewissheiten. 

Und wahrscheinlich irgendwann der Moment, an dem wir zwischen zwei Stapeln stehen und uns fragen, warum wir jemals geglaubt haben, ein Umzug sei eine hervorragende Idee. 

Aber da ist eben auch diese andere Seite: 

Vorfreude. 

Die Möglichkeit, Räume neu zu denken. 

Gewohntes zu hinterfragen. 

Etwas entstehen zu lassen, das zu dem Menschen – oder in unserem Fall zu dem Orenda – passt, das heute da ist. 

Nicht zu dem von vor zehn oder zwanzig Jahren. 

 

Fast 20 Jahre – und noch lange nicht fertig 

Im August 2027 wird Orenda zwanzig Jahre alt. 

Vielleicht ist es deshalb gar kein schlechter Zeitpunkt, kurz vor diesem Jubiläum noch einmal die Kisten zu packen. 

Nicht als Schlussstrich. 

Sondern als Doppelpunkt. 

Denn hinter uns liegen fast zwei Jahrzehnte voller Begegnungen, Veränderungen, Umwege, verrückter Ideen und Erfahrungen. 

Und vor uns? 

Das wissen wir noch nicht vollständig. 

Zum Glück. 

Denn wenn wir in den vergangenen zwanzig Jahren eines gelernt haben, dann vielleicht dies: 

Nicht jeder Weg muss von Anfang an vollständig sichtbar sein, damit er der richtige sein kann. 

Manchmal reicht es, zu wissen, was man mitnehmen möchte. 

Und den Mut zu haben, den nächsten Schritt zu gehen. 

Unsere Wurzeln ziehen mit. 

Und wir freuen uns darauf, euch schon bald zu zeigen, wo sie als Nächstes weiterwachsen dürfen. 

 

WOCHENWAHNSINN SPEZIAL 

Wie wir auf die Girls Night kamen – oder: Warum bei Orenda selbst ein Stand niemals einfach nur ein Stand wird 

Eigentlich ist es ganz einfach. 

Man wird zu einer Girls Night eingeladen. 

Man sagt zu. 

Man packt ein paar schöne Sachen ein, fährt hin, baut einen Tisch auf und verbringt einen netten Abend. 

Eigentlich. 

Wer Orenda ein bisschen länger kennt, weiß allerdings, dass „eigentlich“ bei uns ein ausgesprochen gefährliches Wort ist. 

Denn irgendwo zwischen: 

„Ach, das machen wir einfach ganz unkompliziert.“ 

und 

„Wir müssten jetzt eigentlich fertig sein.“ 

passiert bei uns regelmäßig etwas. 

Eine von uns hat eine Idee. 

Die andere findet sie gut. 

Dann hat die erste noch eine. 

Und plötzlich sitzen wir da und stellen fest, dass aus einem kleinen Vorhaben schon wieder ein ausgewachsenes Orenda-Projekt geworden ist. 

So ungefähr entstand auch unsere Teilnahme an dieser Girls Night. 

 

Wir machen da einfach mit … 

Das war zumindest der ursprüngliche Plan. 

Ein schöner Stand. 

Ein paar Informationen über Orenda. 

Vielleicht etwas zum Anschauen und Mitnehmen. 

Ein bisschen erzählen, nette Menschen kennenlernen – fertig. 

Wir hätten es besser wissen müssen. 

Denn dann kamen die ersten Überlegungen: 

Was möchten wir eigentlich zeigen? 

Unsere Veranstaltungen? 

Natürlich. 

Unsere Behandlungen und Begleitungen? 

Unbedingt. 

Die Orenda Academy? 

Eigentlich sollten die Frauen davon auch erfahren. 

Dass fast alle unsere Angebote auch online möglich sind? 

Das wissen erstaunlich wenige – also muss das natürlich ebenfalls mit. 

Unser kostenloser Downloadbereich? 

Den dürfen wir auf keinen Fall vergessen. 

Und irgendwann fiel der verhängnisvolle Satz: 

„Eigentlich könnten wir doch eine kleine Zeitschrift mitnehmen …“ 

Tja. 

Falls du gerade dieses Journal in der Hand hältst, weißt du bereits, wie diese Geschichte ausgegangen ist. 

 

Aus „klein“ wurde ziemlich schnell ORENDA JOURNAL 

Eine kleine Broschüre hätte natürlich gereicht. 

Ein paar Seiten. 

Ein bisschen Text. 

Kontaktdaten. 

Fertig. 

Aber wenn wir schon etwas drucken lassen … 

… dann soll es auch schön sein. 

Und wenn es schön wird … 

… dann könnte man doch auch etwas richtig Interessantes hineinnehmen. 

Und wenn wir interessante Artikel hineinnehmen … 

… dann sollten natürlich unsere Veranstaltungen ihren Platz bekommen. 

Zum Glück hatte Iris dafür bereits wunderschöne Poster gestaltet. 

Also bekommen die eben ganze Seiten. 

Dann braucht es aber auch ein richtiges Titelbild. 

Und ein Thema. 

Und ein Editorial. 

Und … 

An dieser Stelle wurde aus der kleinen Broschüre endgültig: 

ORENDA JOURNAL – Herbst/Winter 2026. 

So etwas passiert bei uns öfter. 

 

Planung können wir übrigens! 

Das möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich festhalten. 

Wir haben inzwischen sogar unseren regelmäßigen Medizinrat & unsere Ideenschmiede. 

Dort wird besprochen. 

Geplant. 

Verteilt. 

Entschieden. 

Und manchmal verlassen wir dieses Treffen mit dem ausgesprochen befriedigenden Gefühl, nun wirklich alles wunderbar strukturiert zu haben. 

Bis eine von uns ungefähr zwölf Minuten später sagt: 

„Mir ist da gerade noch etwas eingefallen …“ 

Dann beginnt der Kreislauf von vorn. 

Wir nennen das nicht Chaos. 

Wir nennen das inzwischen kreative Weiterentwicklung unter erschwerten Bedingungen. 

Das klingt wesentlich professioneller. 

 

Und warum machen wir das trotzdem? 

Weil genau darin auch etwas steckt, das Orenda seit fast zwanzig Jahren begleitet. 

Wir entwickeln Dinge nicht, weil irgendein Marketinghandbuch sagt, dass wir sie brauchen. 

Viele Ideen entstehen, weil wir miteinander reden. 

Weil uns Menschen etwas erzählen. 

Weil wir feststellen, dass etwas fehlt. 

Oder weil plötzlich dieser eine Gedanke im Raum steht: 

„Das wäre doch eigentlich schön.“ 

Aus solchen Gedanken sind über die Jahre Behandlungen, Veranstaltungen, Ausbildungen, Bücher, Onlineangebote und viele andere Dinge entstanden. 

Nicht alles davon hat funktioniert. 

Manches wurde vollkommen anders als geplant. 

Manches verschwand wieder. 

Und manches, von dem wir anfangs überhaupt nicht wussten, wohin es führen würde, gehört heute ganz selbstverständlich zu Orenda. 

Vielleicht brauchen gute Ideen eben manchmal ein kleines bisschen Chaos. 

 

Und nun sitzen wir tatsächlich hier 

Wenn du diesen Artikel nun nach auf der Girls Night liest, ist das kleine Experiment also nicht geglückt. 

Das Journal wurde nicht rechtzeitig fertig. 

Wir haben hoffentlich nichts Wichtiges zu Hause vergessen. 

Unser Stand steht. 

Und vermutlich sehen wir sogar so aus, als hätten wir das alles von Anfang an genau so geplant. 

Bitte lass uns diesen Eindruck. 

Wir haben hart dafür gearbeitet. 😉 

Was hinter den Kulissen tatsächlich passiert ist, erzählen wir dann vielleicht irgendwann in unserem Wochenwahnsinn. 

 

Denn dort berichten wir regelmäßig über das Leben hinter Orenda – über Pläne, Pannen, Ideen, Überraschungen und jene besonderen Momente, in denen das Leben offenbar beschlossen hat, unseren sorgfältig ausgearbeiteten Tagesplan nicht zur Kenntnis zu nehmen. 

Und falls heute Abend irgendetwas anders läuft als geplant? 

Dann haben wir wenigstens schon das Thema für die nächste Ausgabe. 

Willkommen bei Orenda. 

Wir freuen uns, dass du heute hier bist. 

 

EIN KLEINES STÜCK ORENDA FÜR ZU HAUSE 

Lesen. Hören. Entdecken. Mitnehmen. 

Manchmal möchte man nicht gleich einen Kurs beginnen. 

Keinen Termin vereinbaren. 

Und auch noch gar nicht genau wissen, wohin eine bestimmte Frage eigentlich führen soll. 

Manchmal möchte man einfach ein wenig stöbern. 

Etwas lesen. 

Einer Meditation lauschen. 

Einen Gedanken mitnehmen. 

Oder an einem ruhigen Abend entdecken, dass ausgerechnet ein Thema interessant ist, über das man vorher noch nie nachgedacht hat. 

Genau dafür gibt es unseren kostenlosen Orenda Downloadbereich. 

 

Eine kleine Bibliothek, die weiterwachsen darf 

Im Laufe der Jahre entstehen bei Orenda unglaublich viele Dinge. 

Texte, kleine Bücher, Meditationen, Übungen, Wissen, Gedanken und Materialien, bei denen wir irgendwann festgestellt haben: 

Eigentlich ist es viel zu schade, wenn das nur bei uns auf dem Rechner liegt. 

Deshalb haben wir begonnen, daraus eine kleine digitale Bibliothek für euch aufzubauen. 

Dort findest du – je nach aktuellem Angebot – beispielsweise: 

Bücher & kleine Ratgeber 

zum Lesen, Nachdenken und immer wieder Nachschlagen. 

Meditationen & geführte Reisen 

für kleine Auszeiten, bewusste Momente und Begegnungen mit dir selbst. 

Impulse & Übungen 

die sich unkompliziert in den Alltag mitnehmen lassen. 

Wissen & besondere Themen 

zum Entdecken, Vertiefen und manchmal auch einfach zum neugierig Weiterdenken. 

Und diese Bibliothek soll nicht fertig werden. 

Im Gegenteil. 

Sie darf immer weiter wachsen. 

 

Und was kostet das? 

Nichts. 

Der Zugang zu unserem Downloadbereich ist kostenlos. 

Du meldest dich einfach für unseren Orenda Newsletter an und erhältst anschließend Zugang zu den für unsere Leserinnen und Leser bereitgestellten Inhalten. 

Warum wir das miteinander verbinden? 

Weil wir dir nicht nur heute etwas mitgeben möchten. 

Über unseren Newsletter erfährst du auch, wenn neue Inhalte, Artikel, Veranstaltungen, Angebote oder weitere Downloads hinzugekommen sind. 

So musst du nicht ständig daran denken, bei uns nachzuschauen. 

Wir erinnern dich einfach daran, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt. 

Und natürlich kannst du dich jederzeit wieder abmelden. 

 

Kein „Jetzt musst du …“ 

Vielleicht gefällt uns der Downloadbereich gerade deshalb so gut. 

Du entscheidest selbst. 

Was interessiert mich? 

Was möchte ich lesen? 

Wofür habe ich gerade Zeit? 

Vielleicht lädst du dir heute ein Buch herunter und liest es erst in drei Wochen. 

Vielleicht hörst du abends eine Meditation. 

Vielleicht stößt du auf einen Gedanken, der dich länger begleitet als erwartet. 

Oder du stellst fest: 

Das ist gerade überhaupt nicht mein Thema. 

Auch das ist vollkommen in Ordnung. 

Der Downloadbereich soll keine weitere Aufgabe auf deiner Liste werden. 

Er soll eine Tür sein. 

Ob und wann du hindurchgehst, entscheidest du. 

 

Neugierig geworden? 

Dann schnapp dir dein Handy, gehe auf unsere Webseite und melde dich für unseren Newsletter an. 

Danach kannst du dich in Ruhe umsehen und entdecken, was gerade auf dich wartet. 

Kostenlos. Unverbindlich. Und vielleicht mit genau dem einen Gedanken, den du heute mit nach Hause nehmen möchtest. 

ORENDA DOWNLOADBEREICH 

Anmelden. Tür öffnen. Stöbern. 

 

ORENDA MAGAZIN 

Geschichten, Wissen und manchmal eine Frage, die noch ein bisschen bleibt. 

Es gibt Themen, für die reichen drei Sätze nicht. 

Manchmal beginnt alles mit einer kleinen Alltagssituation. 

Mit einer Frau, die immer wieder geht, sobald eine Beziehung wirklich nah wird. 

Mit einem Menschen, der plötzlich Namen vergisst. 

Mit einem Paar, das sich eigentlich liebt – und trotzdem jedes Gespräch irgendwann in einem Streit endet. 

Oder mit der Frage: 

Warum verhalten wir Menschen uns eigentlich so, wie wir uns verhalten? 

Genau dort beginnt unser Orenda Magazin. 

 

Wir möchten nicht nur sagen, was geschieht 

Uns interessiert das Warum dahinter. 

Was passiert in unserem Gehirn? 

Welche Rolle spielen Erfahrungen? 

Warum entstehen bestimmte Verhaltensmuster? 

Was macht Stress mit unserem Körper? 

Warum bleiben manche Beziehungen ein Leben lang – während andere uns immer wieder an dieselben Grenzen führen? 

Und was wissen wir heute tatsächlich darüber? 

Im Orenda Magazin verbinden wir Geschichten aus dem Leben mit verständlich aufbereitetem Wissen. 

Ohne Fachchinesisch. 

Ohne vorschnelle Antworten. 

Und möglichst ohne aus einem Menschen ein Problem zu machen, das repariert werden müsste. 

Denn hinter jedem Verhalten steckt zunächst einmal ein Mensch mit einer Geschichte. 

 

Lesen oder hören – du entscheidest 

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die sich abends gern mit einem Kaffee oder Tee hinsetzen und einen längeren Artikel lesen. 

Vielleicht hörst du lieber beim Autofahren, Spazierengehen oder nebenbei zu. 

Deshalb gibt es viele unserer Themen nicht nur zum Lesen. 

Ein Teil erscheint auch als Podcast. 

So kannst du selbst entscheiden, wann und wie Orenda in deinen Alltag passt. 

 

Vier große Themenwelten – und ziemlich viel Leben dazwischen 

Im Orenda Magazin beschäftigen wir uns regelmäßig mit Fragen rund um: 

Gesundheit & Gehirn 

Was geschieht eigentlich in unserem Körper und unserem Kopf? 

Psyche & persönliche Entwicklung 

Warum fühlen, denken und handeln wir manchmal anders, als wir eigentlich möchten? 

Beziehungen, die bleiben 

Liebe, Partnerschaft, Nähe, Vertrauen – und die manchmal ausgesprochen komplizierte Kunst, miteinander zu leben. 

Mensch & Miteinander 

Über Kommunikation, Gesellschaft, Einsamkeit, Freundschaft, Werte und all die kleinen Dinge, die unser Zusammenleben prägen. 

Und manchmal verlassen wir diese Ordnung einfach. 

Denn das Leben hält sich schließlich auch nicht immer an unsere Rubriken. 

 

Und dann gibt es noch den Wochenwahnsinn … 

Wer ausschließlich seriöse Fachartikel erwartet, sollte an dieser Stelle vielleicht kurz wegsehen. 

Denn hin und wieder öffnen wir die Tür hinter die Kulissen von Orenda. 

Dort begegnen euch keine perfekt inszenierten Arbeitswelten. 

Dort begegnen euch uns. 

Mit Ideen, Plänen, Hunden, Technik, Kaffee, kleinen Katastrophen und jenen Tagen, an denen morgens alles hervorragend organisiert aussieht und am Abend absolut nichts so gekommen ist wie gedacht. 

Wir nennen das: 

Wochenwahnsinn. 

Und erstaunlicherweise gehört ausgerechnet er inzwischen zu den Geschichten, die wir besonders gerne erzählen. 

Vielleicht weil das wirkliche Leben eben selten Hochglanz ist. 

 

Neugierig geworden? 

Dann lies einfach weiter. 

Du brauchst kein Abo und keine Mitgliedschaft. 

Das Orenda Magazin ist kostenlos auf unserer Webseite zugänglich. 

Dort erscheinen regelmäßig neue Artikel, Geschichten und Podcasts. 

Vielleicht findest du eine Antwort auf eine Frage, die dich schon länger beschäftigt. 

Vielleicht entsteht beim Lesen eine vollkommen neue Frage. 

Oder du verbringst einfach zwanzig interessante Minuten mit uns. 

Auch das wäre völlig in Ordnung. 

ORENDA MAGAZIN 

Menschen verstehen. Zusammenhänge entdecken. Weiterdenken. 

→ QR-Code zum Orenda Magazin 

Oder ganz klassisch für alle Menschen, deren Telefon auch heute noch hauptsächlich ein Telefon ist: 

orendapraxis.de → Orenda Magazin 

 

 

WANN HABEN WIR EIGENTLICH AUFGEHÖRT, NEUGIERIG ZU SEIN? 

Warum Lernen kein Verfallsdatum hat – und mit 50, 60 oder 70 vielleicht sogar besonders spannend wird 

Erinnerst du dich noch daran, wie Lernen früher war? 

Vokabeln. 

Jahreszahlen. 

Prüfungen. 

Noten. 

Und dieser eine Satz, der zuverlässig dafür sorgte, dass selbst ein interessantes Thema innerhalb weniger Sekunden seinen Reiz verlor: 

„Das müsst ihr für die Prüfung können.“ 

Vielleicht liegt genau dort eines unserer Probleme. 

Wir haben irgendwann gelernt, Lernen mit Leistung zu verbinden. 

Mit richtig und falsch. 

Mit müssen. 

Dabei beginnt echtes Lernen oft mit etwas vollkommen anderem: 

Neugier. 

Mit dieser kleinen Frage: 

Wie funktioniert das eigentlich? 

 

Irgendwann glauben wir, wir seien fertig 

Schule. 

Ausbildung. 

Studium. 

Beruf. 

Und irgendwann scheint der gesellschaftlich vorgesehene Teil des Lernens abgeschlossen zu sein. 

Natürlich lernen wir trotzdem weiter. 

Wir lernen ein neues Computerprogramm, weil wir müssen. 

Wir beschäftigen uns mit irgendeinem Gerät, dessen Bedienungsanleitung offenbar von Menschen geschrieben wurde, die andere Menschen nicht besonders mögen. 

Und spätestens beim nächsten Handyupdate lernen wir Dinge, die wir niemals wissen wollten. 

Aber wann haben wir das letzte Mal etwas gelernt, einfach weil wir es wissen wollten? 

Nicht für den Beruf. 

Nicht für eine Prüfung. 

Nicht, weil es jemand von uns erwartet. 

Sondern nur für uns. 

 

Aber wird Lernen im Alter nicht schwieriger? 

Ein bisschen Wissenschaft darf an dieser Stelle sein. 

Unser Gehirn verändert sich tatsächlich im Laufe des Lebens. 

Bestimmte Prozesse werden langsamer. Neue Informationen lassen sich möglicherweise nicht mehr ganz so schnell aufnehmen wie mit zwanzig, und manches braucht mehr Wiederholung. 

Doch daraus entstand lange eine viel zu einfache Geschichte: 

Junges Gehirn = lernfähig. 

Älteres Gehirn = irgendwann fertig. 

So funktioniert unser Gehirn nicht. 

Es besitzt die Fähigkeit, sich durch Erfahrungen und Lernen zu verändern – die sogenannte Neuroplastizität. 

Diese Fähigkeit verschwindet nicht plötzlich mit dem 50., 60. oder 70. Geburtstag. 

Wenn wir etwas Neues lernen, üben und wiederholen, arbeitet unser Gehirn weiter daran, bestehende Verbindungen anzupassen und neue Lernwege aufzubauen. 

Und Lernen fordert gleich mehrere Bereiche: 

Aufmerksamkeit. 

Gedächtnis. 

Wahrnehmung. 

Problemlösung. 

Manchmal Bewegung. 

Und häufig auch soziale Fähigkeiten, wenn wir gemeinsam mit anderen lernen. 

Deshalb gilt geistige Aktivität heute als ein wichtiger Baustein für gesundes Altern. 

Sie ist kein Zaubermittel gegen das Älterwerden. 

Aber unser Gehirn ist eben auch kein Möbelstück, das irgendwann fertig aufgebaut in der Ecke steht. 

Es bleibt ein Leben lang in Bewegung. 

 

Vielleicht lernen wir später nicht schlechter – sondern anders 

Mit zwanzig besitzt man einen Vorteil: 

Vieles geht schnell. 

Mit sechzig besitzt man dafür etwas, das kein Zwanzigjähriger haben kann: 

vierzig zusätzliche Jahre Lebenserfahrung. 

Neue Informationen treffen nicht auf ein leeres Blatt. 

Sie treffen auf Erfahrungen. 

Erinnerungen. 

Beobachtungen. 

Erfolge. 

Fehler. 

Menschen, denen wir begegnet sind. 

Situationen, die wir gemeistert haben. 

Und plötzlich kann neues Wissen mit etwas verbunden werden, das bereits vorhanden ist. 

Man lernt nicht nur: 

„So ist das.“ 

Sondern denkt: 

„Moment – das erklärt einiges.“ 

Und genau dieser Moment ist wunderbar. 

 

Lernen darf zweckfrei sein 

Vielleicht möchten wir etwas lernen, weil wir uns beruflich verändern wollen. 

Vielleicht möchten wir Menschen besser verstehen. 

Vielleicht interessiert uns Psychologie. 

Natur. 

Kräuterwissen. 

Meditation. 

Gesundheit. 

Alte Heiltraditionen. 

Oder etwas vollkommen anderes. 

Und vielleicht gibt es überhaupt keinen vernünftigen Grund dafür. 

Auch gut. 

Neugier braucht keine Rechtfertigung. 

Nicht alles, was wir lernen, muss irgendwann Geld verdienen, einen Abschluss hervorbringen oder irgendeinen messbaren Nutzen besitzen. 

Manches Wissen darf einfach unser Leben größer machen. 

 

Genau daraus entstand die ORENDA ACADEMY 

Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Lernen wieder etwas mit Entdecken zu tun haben darf. 

Nicht mit einem Klassenzimmer. 

Nicht mit Leistungsdruck. 

Und möglichst selten mit dem Gefühl: 

„Oh Gott, das muss ich mir jetzt alles merken.“ 

In der Orenda Academy verbinden wir Wissen mit Erfahrung und persönlicher Entwicklung. 

Dort findest du unterschiedliche Wege: 

Seminare, wenn du ein Thema kennenlernen oder vertiefen möchtest. 

Programme, wenn du über einen längeren Zeitraum etwas in deinem eigenen Leben verändern möchtest. 

Und Ausbildungen, wenn aus Interesse irgendwann der Wunsch entsteht, wirklich tief in ein Wissensgebiet einzutauchen. 

Viele Inhalte kannst du online und in deinem eigenen Tempo bearbeiten. Je nach Angebot kommen persönliche Begleitung, Online-Unterricht, gemeinsame Treffen oder praktische Erfahrungen hinzu. 

 

Muss ich dafür schon etwas können? 

Nein. 

Du musst auch nicht mit 25 beschlossen haben, dass genau dieses Thema einmal dein Weg wird. 

Manche Interessen tauchen erst später auf. 

Vielleicht weil endlich Zeit dafür da ist. 

Vielleicht weil das Leben Fragen gestellt hat, die früher noch gar nicht existierten. 

Oder weil man irgendwann feststellt: 

Da gibt es noch etwas, das ich unbedingt verstehen möchte. 

Wir finden, das ist ein ziemlich guter Grund, noch einmal etwas Neues anzufangen. 

 

Vielleicht bist du mit Lernen noch lange nicht fertig 

Vielleicht beginnt dein nächster Lernweg nicht mit: 

„Das brauche ich.“ 

Sondern einfach mit: 

„Das interessiert mich.“ 

Dann folge diesem Gedanken ruhig ein Stück. 

Schau dich um. 

Lies. 

Entdecke. 

Stell Fragen. 

Und falls dabei irgendwann dieses wunderbare Gefühl entsteht: 

„Davon möchte ich mehr wissen.“ 

… dann hat Lernen eigentlich schon begonnen. 

ORENDA ACADEMY 

Wege entdecken. Wissen vertiefen. Entwicklung leben. 

→ QR-Code zur Orenda Academy 

 

 

DIE WEISHEIT DER WURZELN 

Was uns trägt, was uns prägt – und was wir nicht für immer weitertragen müssen 

Im Herbst geschieht etwas Merkwürdiges. 

Während wir Menschen beim ersten fallenden Blatt bereits darüber nachdenken, ob der Sommer wirklich schon vorbei sein muss, beginnt die Natur ganz selbstverständlich loszulassen. 

Blätter verfärben sich. 

Früchte fallen. 

Pflanzen ziehen ihre Kräfte zurück. 

Was eben noch üppig nach außen gewachsen ist, wird stiller. 

Und der Baum? 

Der bleibt. 

Nicht, weil er seine Blätter festhält. 

Sondern weil etwas anderes ihn trägt. 

Seine Wurzeln. 

Vielleicht fasziniert uns dieses Bild deshalb seit Jahrhunderten. 

Auch wir Menschen haben Wurzeln. 

Familien. 

Erfahrungen. 

Orte. 

Menschen. 

Geschichten. 

Traditionen. 

Und all das reicht manchmal viel weiter zurück, als unser eigenes Erinnern. 

 

Wir beginnen unser Leben nicht auf einem leeren Blatt 

Bevor wir überhaupt verstehen können, was Familie bedeutet, leben wir bereits mittendrin. 

Wir hören, wie miteinander gesprochen wird. 

Wir erleben, wie Konflikte ausgetragen – oder vermieden – werden. 

Wir beobachten, wer für wen sorgt. 

Wie mit Nähe umgegangen wird. 

Mit Geld. 

Mit Angst. 

Mit Krankheit. 

Mit Erfolg. 

Mit Trauer. 

Mit Liebe. 

Ein Kind schreibt darüber keine Notizen. 

Es denkt nicht: 

Interessant. Offenbar besitzt meine Familie ein bestimmtes Kommunikationsmuster. 

Es erlebt einfach. 

Und lernt dabei. 

So funktioniert Welt. 

 

Vieles davon ist unglaublich wertvoll 

Wenn heute über familiäre Prägungen gesprochen wird, entsteht manchmal der Eindruck, unsere Herkunft sei vor allem eine Sammlung ungelöster Probleme. 

Das wäre ziemlich ungerecht. 

Denn wir erben nicht nur Belastungen. 

Wir übernehmen auch Fähigkeiten. 

Humor. 

Werte. 

Rezepte. 

Geschichten. 

Durchhaltevermögen. 

Arten, füreinander zu sorgen. 

Vielleicht die Liebe zur Natur. 

Die Fähigkeit, aus wenig viel zu machen. 

Oder diese eine vollkommen unsinnige Familientradition, die niemand erklären kann und die trotzdem auf keinen Fall abgeschafft werden darf. 

Auch das sind Wurzeln. 

Manche davon bemerken wir erst, wenn wir älter werden. 

Plötzlich hören wir einen Satz aus unserem eigenen Mund und denken: 

Oh nein. Das hat meine Mutter auch immer gesagt. 

Und manchmal denken wir: 

Zum Glück. 

 

Aber Wurzeln geben nicht nur Kraft 

Manche Geschichten einer Familie hinterlassen Spuren. 

Verluste. 

Krieg. 

Flucht. 

Armut. 

Gewalt. 

Schweigen. 

Krankheit. 

Trennungen. 

Oder Erfahrungen, über die nie gesprochen wurde. 

Lange betrachtete man solche Dinge hauptsächlich als persönliche Erinnerungen der Menschen, die sie selbst erlebt hatten. 

Heute wissen wir, dass die Sache komplizierter ist. 

 

Können Erfahrungen über Generationen wirken? 

Hier wird es wissenschaftlich spannend. 

In Psychologie und Medizin beschäftigt man sich seit Langem mit intergenerationaler Weitergabe. 

Kinder übernehmen nicht einfach die Erinnerungen ihrer Eltern oder Großeltern. 

Aber Erfahrungen einer Generation können die nächste auf unterschiedlichen Wegen beeinflussen. 

Zum Beispiel durch Verhalten. 

Durch Erziehung. 

Durch Familienregeln. 

Durch das, worüber gesprochen wird. 

Und ebenso durch das, worüber nicht gesprochen wird. 

Ein Elternteil, das große Unsicherheit erlebt hat, kann beispielsweise ein besonders starkes Bedürfnis nach Sicherheit entwickeln. 

Das Kind wächst mit diesen Regeln auf und übernimmt möglicherweise ähnliche Vorstellungen – obwohl es die ursprüngliche Erfahrung selbst nie gemacht hat. 

So können sich Muster über Generationen fortsetzen, ohne dass irgendwann jemand beschlossen hätte: 

Das geben wir jetzt an unsere Kinder weiter. 

 

Und dann gibt es noch die Epigenetik 

Vielleicht hast du diesen Begriff schon einmal gehört. 

Unsere Gene sind kein vollkommen starres Drehbuch. 

Bestimmte biologische Mechanismen beeinflussen, welche Gene in Zellen stärker oder schwächer aktiv sind. Umweltbedingungen und Erfahrungen können dabei eine Rolle spielen. 

Forscher untersuchen deshalb auch, ob starke Belastungen unter bestimmten Umständen biologische Spuren hinterlassen können, die sich möglicherweise über Generationen hinweg bemerkbar machen. 

Das ist ein faszinierendes Forschungsgebiet. 

Aber auch eines, bei dem Vorsicht wichtig ist. 

Aus der Forschung lässt sich nicht ableiten, dass jedes heutige Problem durch ein Trauma der Großeltern verursacht wurde. 

Menschen sind dafür viel zu komplex. 

Biologie, persönliche Erfahrungen, Beziehungen, gesellschaftliche Bedingungen und viele andere Faktoren wirken zusammen. 

Unsere Herkunft beeinflusst uns. 

Aber sie bestimmt uns nicht vollständig. 

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis. 

 

Nicht alles, was alt ist, muss bleiben 

Irgendwann im Leben können wir beginnen, unsere eigenen Wurzeln anzuschauen. 

Nicht um Schuldige zu suchen. 

Und auch nicht, um jede Eigenart unserer Familie psychologisch zu zerlegen. 

Sondern aus Neugier. 

Was davon gehört eigentlich zu mir? 

Was habe ich übernommen? 

Was trägt mich? 

Und was wiederhole ich vielleicht nur, weil es schon immer so gemacht wurde? 

Manche Antworten sind überraschend. 

Vielleicht stellen wir fest, dass wir Verantwortung übernehmen, bevor überhaupt jemand darum gebeten hat. 

Dass wir Konflikte vermeiden. 

Dass wir uns schuldig fühlen, wenn es uns besser geht als anderen. 

Dass wir immer funktionieren müssen. 

Oder dass wir glauben, Liebe müsse auf eine ganz bestimmte Weise aussehen. 

Nicht alles davon muss falsch sein. 

Aber wir dürfen irgendwann prüfen, ob es heute noch zu unserem Leben passt. 

 

Verstehen ist etwas anderes als beschuldigen 

Das ist vielleicht einer der wichtigsten Unterschiede. 

Wenn wir erkennen, dass ein bestimmtes Verhalten möglicherweise aus unserer Familiengeschichte entstanden ist, bedeutet das nicht: 

Meine Eltern sind schuld. 

Auch sie hatten Wurzeln. 

Und deren Eltern ebenfalls. 

Jede Generation versucht mit dem Wissen, den Möglichkeiten und den Erfahrungen ihrer Zeit zurechtzukommen. 

Manchmal gelingt das wunderbar. 

Manchmal weniger. 

Und manchmal wird etwas weitergegeben, das irgendwann niemand mehr braucht. 

Dann darf eine Generation sagen: 

Bis hierhin hat uns das begleitet. 

Ab hier versuchen wir etwas anderes. 

 

Vielleicht besteht die Weisheit der Wurzeln genau darin 

Ein Baum verleugnet seine Wurzeln nicht. 

Er braucht sie. 

Aber er wächst nicht zurück in die Erde. 

Er wächst von ihnen ausgehend weiter. 

Vielleicht dürfen wir unsere Herkunft genauso betrachten. 

Wir können würdigen, was uns getragen hat. 

Bewahren, was wertvoll ist. 

Verstehen, was schwierig war. 

Und loslassen, was nicht mehr weitergegeben werden muss. 

Unsere Vergangenheit verschwindet dadurch nicht. 

Sie bekommt lediglich einen anderen Platz. 

Nicht mehr vor uns. 

Sondern hinter uns. 

Als Teil unserer Geschichte. 

 

Eine kleine Einladung 

Vielleicht magst du irgendwann einmal einen Moment darüber nachdenken: 

Was sind meine guten Wurzeln? 

Welche Menschen, Erfahrungen, Werte oder Geschichten haben mir etwas gegeben, das ich heute noch in mir trage? 

Und dann vielleicht die schwierigere Frage: 

Gibt es etwas, das ich nicht mehr weitertragen möchte? 

Du musst darauf heute keine Antwort finden. 

Manche Fragen dürfen eine Weile mit uns gehen. 

Genau wie Wurzeln brauchen auch Erkenntnisse manchmal Zeit, bevor aus ihnen etwas Neues wachsen kann. 

Denn unsere Wurzeln erzählen, woher wir kommen. 

Aber sie entscheiden nicht allein, wohin wir wachsen. 

WENN DAS LEBEN NACH VERÄNDERUNG RUFT 

Warum wir manchmal genau das wollen, wovor wir gleichzeitig Angst haben 

Es gibt diese merkwürdigen Zeiten im Leben. 

Eigentlich ist alles in Ordnung. 

Zumindest auf dem Papier. 

Der Alltag funktioniert. 

Wir kennen die Menschen um uns herum. 

Wir wissen, was morgen wahrscheinlich passieren wird. 

Und trotzdem taucht irgendwann dieser Gedanke auf: 

Soll das jetzt eigentlich so bleiben? 

Manchmal ist er nur ganz leise. 

Ein kurzes Unbehagen am Sonntagabend. 

Der Wunsch, noch einmal etwas anderes zu machen. 

Die Vorstellung von einem anderen Ort, einem anderen Beruf, einer anderen Art zu leben. 

Oder schlicht das Gefühl: 

Irgendetwas passt nicht mehr so richtig. 

Und weil wir Menschen erstaunlich gut darin sind, unangenehme Fragen zu vertagen, antworten wir darauf gern: 

Ach, eigentlich geht es mir doch gut. 

Damit wäre die Sache theoretisch erledigt. 

Praktisch kommt die Frage leider häufig wieder. 

 

Warum bleiben wir, obwohl wir eigentlich gehen möchten? 

Weil das Bekannte einen gewaltigen Vorteil besitzt: 

Wir kennen es. 

Unser Gehirn versucht fortlaufend vorherzusagen, was als Nächstes geschieht. 

Je vertrauter eine Situation ist, desto leichter fällt das. 

Wir kennen den Weg zur Arbeit. 

Wir wissen, wie unser Partner morgens reagiert. 

Wir kennen unsere Aufgaben. 

Unsere Abläufe. 

Unsere kleinen Ärgernisse. 

Selbst Dinge, die uns nicht besonders glücklich machen, können deshalb eine gewisse Sicherheit vermitteln. 

Das Neue kann dagegen wunderbar sein. 

Aber unser Gehirn weiß das noch nicht. 

Es kennt nur: 

Ungewissheit. 

Und Ungewissheit verlangt Aufmerksamkeit. 

 

Unser Gehirn liebt Vorhersagbarkeit 

Das bedeutet nicht, dass Menschen grundsätzlich keine Veränderungen mögen. 

Sonst würden wir keine Reisen unternehmen, keine neuen Beziehungen eingehen, keine Kinder bekommen, keine Häuser kaufen und niemals freiwillig die Speisekarte wechseln. 

Aber unser Gehirn arbeitet ständig mit Erwartungen und Vorhersagen. 

Wenn etwas geschieht, das wir kennen, muss es weniger neu einordnen. 

Wenn dagegen vieles gleichzeitig unbekannt ist, steigt die kognitive Belastung. 

Deshalb kann Veränderung anstrengend sein – selbst wenn wir sie selbst gewählt haben. 

Vielleicht kennst du das: 

Du hast dich monatelang auf etwas gefreut. 

Dann ist es endlich so weit. 

Und plötzlich denkst du: 

Was habe ich da eigentlich getan? 

Das ist kein Beweis dafür, dass die Entscheidung falsch war. 

Es kann schlicht bedeuten, dass dein inneres System gerade versucht, aus etwas Neuem wieder etwas Vertrautes zu machen. 

 

Und manchmal verlieren wir durch Veränderung tatsächlich etwas 

Auch das wird in vielen Mutmachgeschichten gern vergessen. 

Nicht jede Veränderung besteht ausschließlich aus neuen Möglichkeiten. 

Wer einen Arbeitsplatz verlässt, lässt vielleicht auch liebgewonnene Kollegen zurück. 

Wer umzieht, verliert vertraute Wege. 

Wenn Kinder erwachsen werden, entsteht Freiheit – und gleichzeitig endet ein Lebensabschnitt. 

Wer eine Beziehung beendet, kann wissen, dass es richtig war, und trotzdem trauern. 

Selbst eine ersehnte Veränderung kann einen Abschied enthalten. 

Vorfreude und Trauer schließen einander nicht aus. 

Vielleicht macht genau das manche Übergänge so schwierig. 

 

Wann ist es wirklich Zeit für Veränderung? 

Darauf gibt es leider keinen zuverlässigen Zehn-Punkte-Test. 

Manchmal braucht ein schwieriger Zustand keine große Lebensentscheidung. 

Vielleicht brauchen wir Urlaub. 

Ein Gespräch. 

Mehr Unterstützung. 

Andere Grenzen. 

Oder schlicht ein paar Wochen Ruhe. 

Aber manchmal kehrt eine Frage immer wieder zurück. 

Nicht nur nach einem schlechten Tag. 

Sondern über Monate oder Jahre. 

Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen. 

Nicht sofort: 

„Was muss ich verändern?“ 

Sondern zunächst: 

„Was fehlt mir eigentlich?“ 

Das ist eine vollkommen andere Frage. 

 

Vielleicht wollen wir gar kein anderes Leben 

Vielleicht wollen wir nur mehr von etwas in unserem jetzigen. 

Mehr Ruhe. 

Mehr Nähe. 

Mehr Freiheit. 

Mehr Bedeutung. 

Mehr Natur. 

Mehr Kreativität. 

Mehr Menschen. 

Oder weniger Menschen. 

Manchmal glauben wir, unser ganzes Leben verändern zu müssen, obwohl eigentlich nur ein Teil davon keinen Platz mehr bekommt. 

Und manchmal stellen wir beim genaueren Hinsehen fest: 

Nein. 

Es ist tatsächlich Zeit. 

 

Die großen Veränderungen beginnen erstaunlich oft klein 

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt selten mit Fanfaren. 

Manchmal beginnt er mit einem Telefonat. 

Mit einer Anmeldung. 

Mit einem Nein. 

Mit einem ersten Gespräch. 

Mit einer Wohnungsbesichtigung. 

Mit einem Kurs. 

Mit einem Nachmittag, den wir plötzlich nur für uns reservieren. 

Oder mit einem Satz: 

„Ich möchte das nicht mehr so.“ 

Der große Schritt, den andere später sehen, besteht häufig aus vielen kleinen Entscheidungen, die vorher niemand bemerkt hat. 

 

Veränderung braucht nicht immer Mut 

Vielleicht ist auch das ein Missverständnis. 

Wir glauben häufig, wir müssten erst mutig sein, bevor wir etwas verändern können. 

Aber Mut entsteht manchmal erst während wir handeln. 

Wir können unsicher sein und trotzdem einen Termin vereinbaren. 

Angst haben und trotzdem eine Frage stellen. 

Zweifeln und trotzdem einen kleinen Schritt ausprobieren. 

Es muss sich nicht sofort richtig anfühlen. 

Manches Neue fühlt sich zunächst einfach nur neu an. 

 

Und was, wenn es nicht funktioniert? 

Dann wissen wir etwas, das wir vorher nicht wussten. 

Natürlich können Entscheidungen Konsequenzen haben. Manche lassen sich nicht einfach rückgängig machen, und gerade bei großen Veränderungen lohnt es sich, sorgfältig hinzusehen. 

Aber nicht jede Entscheidung muss für die nächsten zwanzig Jahre gelten. 

Wir dürfen ausprobieren. 

Korrigieren. 

Neu entscheiden. 

Umkehren. 

Einen anderen Weg nehmen. 

Das ist kein Scheitern. 

Es ist ein ziemlich normaler Bestandteil von Entwicklung. 

Ein Leben lässt sich schließlich nicht wie ein Möbelstück nach Anleitung zusammenbauen. 

Und selbst dort bleibt am Ende meistens irgendeine Schraube übrig. 

 

Vielleicht geht es gar nicht darum, alles zu verändern 

Vielleicht geht es zunächst nur darum, ehrlich hinzusehen. 

Was in meinem Leben trägt mich noch? 

Was kostet mich inzwischen mehr, als es mir gibt? 

Was vermisse ich? 

Wovon wünsche ich mir mehr? 

Und welchen kleinsten Schritt könnte ich ausprobieren, ohne heute schon wissen zu müssen, wohin der ganze Weg führt? 

Manchmal lautet die Antwort: 

Gar nichts. 

Auch das darf eine Erkenntnis sein. 

Und manchmal beginnt mit einer dieser Fragen etwas, das wir erst viel später als Wendepunkt erkennen. 

Veränderung muss nicht mit einem großen Sprung beginnen. 

Manchmal reicht es, dem ersten leisen Gedanken nicht sofort wieder die Tür vor der Nase zuzuschlagen. 

 

 

DER KÖRPER VERGISST NICHT ALLES 

Warum Erfahrungen körperliche Spuren hinterlassen können – ohne dass jedes Symptom eine Botschaft sein muss 

Kennst du das? 

Eigentlich ist längst alles vorbei. 

Das schwierige Gespräch liegt Tage zurück. 

Die Prüfung ist bestanden. 

Der Streit beendet. 

Die anstrengende Zeit überstanden. 

Der Kopf sagt: 

Erledigt. 

Und der Körper? 

Der scheint die Nachricht noch nicht bekommen zu haben. 

Die Schultern bleiben angespannt. 

Der Schlaf will nicht zurückkehren. 

Der Magen rebelliert. 

Das Herz schlägt schneller, obwohl gerade überhaupt nichts passiert. 

Oder wir fühlen uns vollkommen erschöpft, obwohl wir endlich wieder Zeit hätten, uns auszuruhen. 

Dann sagen wir manchmal: 

„Das steckt mir noch in den Knochen.“ 

Erstaunlicherweise ist diese alte Redewendung gar nicht so weit von dem entfernt, was moderne Forschung über Stress, Lernen und unser Nervensystem weiß. 

 

Unser Körper erlebt schließlich mit 

Wenn wir etwas erleben, geschieht das nicht ausschließlich in unseren Gedanken. 

Unser gesamter Organismus reagiert. 

Bei einer wahrgenommenen Bedrohung kann das autonome Nervensystem innerhalb kürzester Zeit Prozesse verändern. 

Der Herzschlag beschleunigt sich. 

Die Atmung verändert sich. 

Muskeln spannen sich an. 

Stresshormone werden ausgeschüttet. 

Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf das, was gerade wichtig oder gefährlich erscheint. 

Das ist keine Fehlfunktion. 

Im Gegenteil. 

Es ist ein hochentwickeltes System, das uns dabei hilft, auf Herausforderungen zu reagieren. 

Schwierig kann es werden, wenn Belastung nicht nur kurz auftaucht. 

Sondern immer wieder. 

Oder sehr lange bleibt. 

 

Stress ist nicht grundsätzlich unser Feind 

Auch das wird gern vergessen. 

Wir brauchen Stressreaktionen. 

Wenn plötzlich ein Auto auf uns zukommt, wäre es ausgesprochen ungünstig, wenn unser Körper zunächst eine halbe Stunde über die Situation nachdenken würde. 

Kurzfristiger Stress kann uns wach, aufmerksam und handlungsbereit machen. 

Nach einer Belastung sollte unser Organismus allerdings wieder in Richtung Erholung zurückfinden. 

Bei lang anhaltendem Stress wird genau das schwieriger. 

Der Körper muss immer wieder Energie für Anpassung bereitstellen. 

Schlaf kann leiden. 

Muskelspannung kann erhöht bleiben. 

Verdauung und Appetit können sich verändern. 

Auch Stimmung, Konzentration und Schmerzempfinden können beeinflusst werden. 

Deshalb ist die Trennung zwischen: 

„Das ist körperlich.“ 

und 

„Das ist psychisch.“ 

häufig viel künstlicher, als sie klingt. 

Wir besitzen schließlich nicht einen Körper und daneben irgendwo eine Psyche. 

Wir sind ein zusammenhängender Organismus. 

 

Aber speichert der Körper wirklich Erinnerungen? 

Hier lohnt sich ein genauer Blick. 

Der populäre Satz 

„Der Körper speichert jedes Trauma“ 

ist wissenschaftlich zu pauschal. 

Erinnerungen liegen nicht wie kleine Dateien in unseren Muskeln, Gelenken oder Organen. 

Unser Gehirn und Nervensystem können jedoch aus Erfahrungen lernen. 

Und dieses Lernen kann später körperliche Reaktionen beeinflussen. 

Vielleicht kennst du ein ganz harmloses Beispiel: 

Du hörst ein bestimmtes Lied – und plötzlich entsteht ein Gefühl, obwohl du seit Jahren nicht daran gedacht hast. 

Ein Geruch versetzt dich für einen Moment zurück in die Küche deiner Großmutter. 

Oder du hörst nachts ein Geräusch und dein Körper ist bereits hellwach, bevor du bewusst eingeordnet hast, was du überhaupt gehört hast. 

Erfahrungen können also beeinflussen, wie unser Nervensystem zukünftige Situationen bewertet und auf sie reagiert. 

Das ist etwas anderes als ein geheimnisvoller Erinnerungsspeicher im Gewebe. 

Aber es erklärt, warum Vergangenes manchmal sehr gegenwärtige körperliche Reaktionen hervorrufen kann. 

 

Unser Nervensystem lernt Sicherheit – und Gefahr 

Stell dir vor, du gehst hundertmal eine Treppe hinunter. 

Nichts passiert. 

Beim hundertersten Mal stürzt du schwer. 

Später stehst du wieder vor einer ähnlichen Treppe. 

Dein Verstand weiß: 

Das ist eine andere Treppe. 

Dein Körper kann trotzdem vorsichtiger reagieren. 

Du hältst dich stärker fest. 

Die Muskeln spannen sich an. 

Deine Aufmerksamkeit richtet sich auf jede Stufe. 

Vielleicht bemerkst du sogar Herzklopfen. 

Dein Organismus versucht nicht, dich zu ärgern. 

Er hat etwas gelernt: 

Hier könnte Vorsicht sinnvoll sein. 

Mit neuen sicheren Erfahrungen kann sich auch dieses Lernen wieder verändern. 

Genau darin liegt etwas ausgesprochen Hoffnungsvolles. 

Denn unser Nervensystem kann lernen. 

Und es kann weiterlernen. 

 

Warum manche Beschwerden in belastenden Zeiten stärker werden 

Auch Schmerz ist wesentlich komplexer, als wir lange gedacht haben. 

Schmerz entsteht nicht einfach nach dem Prinzip: 

Je größer der körperliche Schaden, desto größer der Schmerz. 

Das Gehirn verarbeitet dabei zahlreiche Informationen. 

Körperliche Signale gehören dazu. 

Aber auch Aufmerksamkeit, Erwartungen, Schlaf, frühere Erfahrungen, Angst und Stress können beeinflussen, wie intensiv Schmerz erlebt wird. 

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Beschwerden „nur psychisch“ oder eingebildet wären. 

Der Schmerz ist real. 

Es bedeutet lediglich: 

Der Mensch ist komplizierter als eine defekte Maschine. 

Und genau deshalb lohnt es sich manchmal, bei länger bestehenden Beschwerden mehr als eine Ebene anzuschauen. 

 

Die Botschaft hinter den Symptomen 

Nachdem wir nun auf die wissenschaftliche Seite geschaut haben, dürfen wir noch eine andere Perspektive hinzufügen. 

Nicht als Diagnose. 

Nicht als Behauptung, ein bestimmtes Symptom habe immer eine bestimmte seelische Ursache. 

Und schon gar nicht als Ersatz für medizinische Diagnostik oder Behandlung. 

Ein Symptom kann viele Ursachen haben. Körperliche Beschwerden gehören deshalb – besonders wenn sie neu, stark, anhaltend oder ungewöhnlich sind – medizinisch abgeklärt. 

Und trotzdem dürfen wir uns zusätzlich fragen: 

Was geschieht eigentlich gerade in meinem Leben? 

Nicht weil der Körper uns verschlüsselte Botschaften schickt, die nur richtig entschlüsselt werden müssten. 

Sondern weil Körper, Erfahrungen, Lebensgeschichte, Belastungen und Gefühle miteinander verbunden sind. 

 

Mögliche Erklärungen 

Vielleicht fällt eine Beschwerde tatsächlich in eine Zeit außergewöhnlicher Belastung. 

Vielleicht schlafen wir seit Monaten zu wenig. 

Vielleicht stehen wir ständig unter Anspannung. 

Vielleicht fehlen Erholungsphasen. 

Vielleicht erleben wir Konflikte, die viel Kraft kosten. 

Vielleicht haben wir gelernt, eigene Grenzen erst sehr spät wahrzunehmen. 

Vielleicht gibt es aber auch überhaupt keinen erkennbaren Zusammenhang. 

Auch das ist möglich. 

Nicht jedes Knie erzählt eine Lebensgeschichte. 

Nicht jeder Rückenschmerz trägt einen ungelösten Konflikt. 

Und Kopfschmerzen sind kein Persönlichkeitstest. 

Gerade diese Offenheit ist wichtig. 

 

Fragen zur Selbstreflexion 

Wenn du möchtest, kannst du körperliche Beschwerden deshalb zusätzlich als Anlass nehmen, ein wenig neugierig auf dein gegenwärtiges Leben zu schauen: 

Wann tritt die Beschwerde besonders häufig oder besonders stark auf? 

Gab es Zeiten, in denen sie deutlich besser war – und was war damals anders? 

Wie viel Erholung bekommt mein Körper tatsächlich? 

Gibt es Situationen, in denen ich dauerhaft angespannt bin? 

Welche Belastungen trage ich gerade? 

Wo überschreite ich regelmäßig meine eigenen Grenzen? 

Was tut meinem Körper spürbar gut? 

Und vielleicht die wichtigste Frage: 

Was brauche ich gerade – unabhängig davon, ob es etwas mit meinem Symptom zu tun hat? 

Die Antworten darauf ersetzen keine medizinische Untersuchung. 

Aber sie können uns helfen, uns selbst etwas vollständiger wahrzunehmen. 

 

Vielleicht erinnert sich unser Körper anders als unser Kopf 

Nicht in Form geheimer Botschaften. 

Nicht als mystischer Speicher für jedes Ereignis unseres Lebens. 

Sondern durch Lernen. 

Durch Anpassung. 

Durch Erfahrungen, die beeinflussen können, wie unser Nervensystem heute auf die Welt reagiert. 

Und genau deshalb müssen wir unseren Körper auch nicht bekämpfen, wenn er manchmal länger braucht als unser Verstand. 

Vielleicht dürfen wir zunächst neugierig werden. 

Hinhören. 

Medizinisch abklären, was abgeklärt werden muss. 

Belastungen verändern, wo wir sie verändern können. 

Und unserem Organismus neue Erfahrungen ermöglichen. 

Denn Vergangenheit kann Spuren hinterlassen. 

Aber eine Spur ist noch lange keine vorgeschriebene Richtung. 

 

 

WARUM LANDE ICH EIGENTLICH IMMER WIEDER HIER? 

Über alte Muster, vertraute Wege – und diesen merkwürdigen Moment, in dem wir feststellen: Das kenne ich doch irgendwoher … 

Manchmal braucht es Jahre. 

Manchmal drei Beziehungen. 

Vier Arbeitsstellen. 

Sieben Freundschaften. 

Oder ungefähr den achtundzwanzigsten Moment, in dem wir vollkommen erschöpft dasitzen und sagen: 

„Warum passiert mir das eigentlich immer wieder?“ 

Andere Menschen. 

Andere Orte. 

Andere Umstände. 

Und trotzdem kommt uns das Ergebnis merkwürdig bekannt vor. 

Wir geraten wieder an jemanden, für den wir mehr geben als zurückkommt. 

Übernehmen schon wieder Aufgaben, für die eigentlich niemand zuständig sein wollte. 

Sagen wieder Ja, obwohl in uns längst alles Nein schreit. 

Arbeiten bis zur Erschöpfung. 

Helfen, bevor jemand gefragt hat. 

Oder stehen erneut vor einer Entscheidung und wählen erstaunlicherweise genau die Variante, von der wir beim letzten Mal noch geschworen haben: 

Nie wieder. 

Spätestens dann entsteht eine unangenehme Frage: 

Liegt es vielleicht doch ein kleines bisschen an mir? 

Die Antwort lautet: 

Möglicherweise. 

Aber vermutlich anders, als du denkst. 

 

Wir wiederholen nicht, weil wir dumm sind 

Das sollte vielleicht zuerst gesagt werden. 

Menschen wiederholen ungünstige Verhaltensweisen nicht deshalb, weil sie nichts gelernt haben. 

Unser Verhalten entsteht aus einem ziemlich komplizierten Zusammenspiel von Erfahrungen, Erwartungen, Gewohnheiten, Bedürfnissen und dem, was sich irgendwann einmal als sinnvoll erwiesen hat. 

Viele unserer heutigen Strategien hatten ursprünglich sogar einen guten Grund. 

Vielleicht haben wir früh gelernt: 

Wenn ich mich anpasse, gibt es weniger Streit. 

Wenn ich alles selbst mache, werde ich nicht enttäuscht. 

Wenn ich mich um alle kümmere, werde ich gebraucht. 

Wenn ich keine Schwäche zeige, kann mich niemand verletzen. 

Wenn ich besonders viel leiste, bekomme ich Anerkennung. 

Das Problem ist nicht unbedingt, dass wir solche Strategien entwickelt haben. 

Das Problem entsteht, wenn wir sie noch Jahrzehnte später benutzen, obwohl unser Leben längst ein anderes ist. 

 

Das Gehirn liebt Abkürzungen 

Stell dir vor, du müsstest jeden Morgen neu überlegen: 

Wie putzt man Zähne? 

Wie öffnet man eine Tür? 

Wie fährt man Auto? 

Wie kocht man Kaffee? 

Wir würden vermutlich schon vor dem Frühstück erschöpft wieder ins Bett gehen. 

Deshalb automatisiert unser Gehirn unglaublich viel. 

Gewohnheiten sparen Aufmerksamkeit und Energie. 

Das ist ausgesprochen praktisch. 

Nur unterscheidet unser Gehirn dabei nicht immer fein säuberlich zwischen: 

„Diese Gewohnheit erleichtert mein Leben.“ 

und 

„Diese Gewohnheit erschwert mein Leben inzwischen gewaltig.“ 

Was häufig wiederholt wird, wird vertraut. 

Und Vertrautheit besitzt eine erstaunliche Macht. 

 

Vertraut fühlt sich nicht automatisch gut an 

Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte überhaupt. 

Wir setzen vertraut gern mit sicher gleich. 

Aber etwas kann vertraut sein und uns trotzdem nicht guttun. 

Wer beispielsweise in einer Umgebung aufgewachsen ist, in der Nähe immer mit Unsicherheit verbunden war, kann später auf sehr verlässliche Beziehungen zunächst ungewohnt reagieren. 

Wer gelernt hat, ständig Verantwortung zu übernehmen, kann sich geradezu unwohl fühlen, wenn plötzlich jemand anderes alles organisiert. 

Wer seinen Wert jahrelang über Leistung definiert hat, empfindet einen freien Nachmittag möglicherweise nicht als Erholung. 

Sondern als schlechtes Gewissen. 

Von außen wirkt das manchmal vollkommen unlogisch. 

Von innen besitzt es eine Geschichte. 

 

Und deshalb erkennen wir Muster oft erst spät 

Ein Muster trägt selten ein Namensschild. 

Da steht nicht: 

ACHTUNG – HIER KOMMT DEIN ALTES THEMA WIEDER. 

Es erscheint als neue Situation. 

Ein neuer Mensch. 

Eine neue Gelegenheit. 

Eine neue Bitte. 

Ein neuer Job. 

Und wir reagieren mit den Werkzeugen, die uns vertraut sind. 

Erst wenn sich die Folgen ähneln, entsteht irgendwann dieses merkwürdige Déjà-vu: 

Moment mal … 

 

Nehmen wir ein ganz alltägliches Beispiel 

Eine Frau hilft gern. 

Das ist zunächst einmal eine wunderbare Eigenschaft. 

Sie sieht, wenn jemand Unterstützung braucht. 

Springt ein. 

Organisiert. 

Übernimmt. 

Andere Menschen wissen das zu schätzen. 

Also fragen sie sie häufiger. 

Sie hilft weiter. 

Irgendwann ist sie erschöpft. 

Und zunehmend ärgerlich. 

Warum erwarten eigentlich immer alle, dass ich alles mache? 

Eine berechtigte Frage. 

Aber vielleicht fehlt noch eine zweite: 

Wann habe ich den anderen eigentlich gezeigt, dass ich es nicht machen werde? 

Autsch. 

Genau dort wird Selbstreflexion gelegentlich unbequem. 

Nicht weil sie uns die Schuld gibt. 

Sondern weil sie uns etwas viel Wertvolleres gibt: 

Einfluss. 

 

Schuld und Verantwortung sind zwei vollkommen verschiedene Dinge 

Wenn wir ein Muster entdecken, geraten wir schnell in eine Falle. 

Dann wird aus: 

„Ich trage zu dieser Situation bei.“ 

plötzlich: 

„Dann bin ich also selbst schuld.“ 

Nein. 

Verantwortung bedeutet nicht, dass andere Menschen keine Verantwortung für ihr Verhalten tragen. 

Und sie bedeutet auch nicht, dass wir schwierige Erfahrungen verursacht hätten. 

Sie bedeutet: 

Ich schaue auf den Teil, den ich heute beeinflussen kann. 

Denn genau dort liegt unsere Möglichkeit zur Veränderung. 

Wir können andere Menschen nicht zuverlässig umprogrammieren. 

Das wäre gelegentlich ausgesprochen praktisch, ist aber leider nicht vorgesehen. 

Wir können jedoch lernen, unsere eigenen Reaktionen früher zu bemerken. 

 

Der spannendste Moment liegt vor dem Muster 

Meist betrachten wir erst das Ergebnis: 

Schon wieder erschöpft. 

Schon wieder enttäuscht. 

Schon wieder Streit. 

Schon wieder zu viel übernommen. 

Viel interessanter ist jedoch der Moment davor. 

Wann hätte ich erstmals anders reagieren können? 

Vielleicht bei der Bitte, zu der ich sofort Ja gesagt habe. 

Beim ersten respektlosen Kommentar, den ich weggelächelt habe. 

Bei der Aufgabe, die ich übernommen habe, obwohl sie gar nicht meine war. 

Bei dem Gefühl im Bauch, das ich mit: 

„Ach, stell dich nicht so an“ 

beiseitegeschoben habe. 

Muster verändern sich selten am Ende. 

Sie verändern sich an einem kleinen Entscheidungspunkt irgendwo am Anfang. 

 

Und dann kommt der schwierigste Teil 

Etwas anders machen. 

Das klingt lächerlich einfach. 

Ist es aber nicht. 

Denn plötzlich sollen wir etwas tun, das sich nicht vertraut anfühlt. 

Nein sagen. 

Um Hilfe bitten. 

Nicht sofort reagieren. 

Eine Grenze setzen. 

Verantwortung bei jemand anderem lassen. 

Einen Konflikt aushalten. 

Nicht retten. 

Nicht erklären. 

Nicht hinterherlaufen. 

Oder etwas annehmen, ohne sofort eine Gegenleistung erbringen zu wollen. 

Dann kann sich ein vollkommen gesundes neues Verhalten zunächst erstaunlich falsch anfühlen. 

Nicht weil es falsch ist. 

Sondern weil es neu ist. 

 

Kleine Experimente statt neues Leben 

Deshalb müssen wir nicht morgens aufstehen und beschließen: 

Ab heute bin ich ein völlig anderer Mensch. 

Das funktioniert erfahrungsgemäß ungefähr bis zum Mittagessen. 

Viel interessanter sind kleine Experimente. 

Was passiert, wenn ich nicht sofort antworte? 

Was passiert, wenn ich einmal Nein sage? 

Was passiert, wenn ich jemanden selbst eine Lösung finden lasse? 

Was passiert, wenn ich eine Pause mache, bevor alles erledigt ist? 

Was passiert, wenn ich sage, was ich brauche, statt darauf zu hoffen, dass jemand es errät? 

Und dann beobachten wir. 

Nicht nur die anderen. 

Auch uns selbst. 

 

Vielleicht kehrt das Muster trotzdem zurück 

Wahrscheinlich sogar. 

Veränderung verläuft selten so: 

Erkenntnis → neues Verhalten → Problem für immer gelöst. 

Meist sieht sie eher so aus: 

Erkenntnis. 

Neues Verhalten. 

Altes Verhalten. 

„Mist.“ 

Neuer Versuch. 

Ein bisschen früher bemerkt. 

Wieder vergessen. 

Noch einmal versucht. 

Und irgendwann stellen wir fest: 

Früher habe ich das erst nach sechs Monaten erkannt. Heute merke ich es nach zwei Tagen. 

Das ist Veränderung. 

Nicht spektakulär. 

Aber ziemlich wirkungsvoll. 

 

Eine kleine Muster-Suche 

Vielleicht möchtest du irgendwann einen Satz vervollständigen: 

„Bei mir passiert es immer wieder, dass …“ 

Und dann nicht sofort nach dem Schuldigen suchen. 

Sondern neugierig weiterfragen: 

Was tue ich normalerweise kurz davor? 

Was hoffe ich dadurch zu erreichen? 

Was versuche ich vielleicht zu vermeiden? 

Wann habe ich gelernt, so zu reagieren? 

Hat mir dieses Verhalten früher einmal geholfen? 

Hilft es mir heute noch? 

Und schließlich: 

Was könnte ich beim nächsten Mal nur ein kleines bisschen anders machen? 

Nicht perfekt. 

Nicht für immer. 

Nur dieses eine Mal. 

 

Vielleicht ist genau das Entwicklung 

Nicht niemals wieder in ein altes Muster zu geraten. 

Sondern irgendwann zu erkennen: 

Ach, du schon wieder. 

Und statt automatisch weiterzulaufen, einen Moment stehen zu bleiben. 

Vielleicht gehen wir anschließend trotzdem denselben Weg. 

Vielleicht drehen wir um. 

Vielleicht probieren wir eine Abzweigung. 

Aber diesmal haben wir eine Wahl bemerkt, die vorher unsichtbar war. 

Und damit hat sich bereits etwas verändert. 

Denn ein bekanntes Muster ist noch kein gebrochenes Muster. 

Aber es ist eines, das uns nicht mehr vollkommen unbemerkt führen kann. 

 

 

EINE KLEINE PAUSE FÜR DICH 

Fünf Fragen für einen stillen Herbstabend 

Draußen wird es früher dunkel. 

Die Natur wird leiser. 

Und vielleicht ist genau das eine gute Gelegenheit, nicht sofort die nächste Aufgabe zu suchen. 

Kein Ziel. 

Keine To-do-Liste. 

Nichts, was bis morgen erledigt werden muss. 

Nur ein paar Minuten und fünf Fragen. 

Du musst sie nicht alle beantworten. 

Vielleicht bleibt dein Blick nur an einer einzigen hängen. 

Dann reicht genau diese eine. 

 

Was war in diesem Jahr wirklich schön? 

Nicht unbedingt das Große. 

Vielleicht ein Abend. 

Ein Mensch. 

Ein Gespräch. 

Ein Ort. 

Ein vollkommen gewöhnlicher Moment, von dem du heute weißt: 

Den möchte ich behalten. 

 

Was ist schwerer geworden, als es sein müsste? 

Gibt es etwas in deinem Leben, das du inzwischen hauptsächlich aus Gewohnheit weiterträgst? 

Eine Aufgabe? 

Eine Verpflichtung? 

Eine Erwartung? 

Vielleicht musst du sie gar nicht sofort loslassen. 

Aber du darfst einmal fragen: 

Warum trage ich das eigentlich noch? 

 

Was ist in diesem Jahr gewachsen? 

Vielleicht etwas, das niemand von außen sehen kann. 

Eine Entscheidung. 

Eine Grenze. 

Mehr Gelassenheit. 

Ein neuer Gedanke. 

Etwas, das du dich endlich getraut hast. 

Oder die Fähigkeit, etwas nicht mehr tun zu müssen. 

Auch leises Wachstum ist Wachstum. 

 

Was darf mit dir in den Winter gehen? 

Was möchtest du bewahren? 

Einen Menschen. 

Eine Gewohnheit. 

Einen Gedanken. 

Eine neue Erfahrung. 

Etwas, das dir Kraft gibt. 

Denn Loslassen bedeutet nicht, alles hinter sich zu lassen. 

Manches darf ganz bewusst bleiben. 

 

Und wofür möchtest du wieder Platz haben? 

Nicht: 

Was muss ich nächstes Jahr erreichen? 

Sondern: 

Wovon wünsche ich mir mehr in meinem Leben? 

Mehr Zeit? 

Mehr Ruhe? 

Mehr Abenteuer? 

Mehr Nähe? 

Mehr Lernen? 

Mehr Natur? 

Mehr Unsinn? 

Vielleicht kennst du die Antwort längst. 

 

Du musst heute nichts daraus machen. 

Keine Entscheidung treffen. 

Keinen Plan schreiben. 

Und ganz bestimmt keine neue Liste anfangen. 

Nimm einfach die Frage mit, die dich gerade ein kleines bisschen länger angeschaut hat als die anderen. 

Manche Antworten kommen schließlich nicht dann, wenn wir besonders angestrengt nach ihnen suchen. 

Manchmal brauchen sie einfach ein wenig Ruhe, um hörbar zu werden. 

 

 

ZWEI FRAUEN. VIELE WEGE. EIN ORENDA. 

Wie aus fast zwanzig Jahren Geschichte irgendwann ein gemeinsamer Weg wurde 

Wenn man uns heute bei Orenda erlebt, könnte man leicht glauben, wir hätten irgendwann vor fast zwanzig Jahren zusammengesessen, einen Kaffee getrunken und beschlossen: 

„Komm, wir gründen eine Praxis.“ 

Das wäre eine schöne Geschichte. 

Sie wäre nur leider vollkommen falsch. 

Orenda begann 2007 zunächst mit Claudia. 

Iris kam erst viele Jahre später offiziell dazu. 

Und trotzdem beginnt ihre gemeinsame Geschichte nicht erst 2023. 

Denn manche Menschen betreten unser Leben nicht an dem Tag, an dem ihr Name auf einer Webseite erscheint. 

Sie waren längst vorher da. 

 

Am Anfang war da eine Idee 

Als Orenda 2007 entstand, war vieles kleiner als heute. 

Es gab keine Academy. 

Keine Onlineangebote. 

Kein Orenda Magazin. 

Keine Podcasts. 

Keine automatisierten Social-Media-Abläufe. 

Und ganz sicher keinen montäglichen Medizinrat mit Aufgabenverteilung. 

Es gab zunächst vor allem eine Idee: 

Menschen nicht auf ein einzelnes Problem zu reduzieren. 

Claudia hatte zu diesem Zeitpunkt bereits viele Jahre mit schamanischen Traditionen, energetischen Methoden und unterschiedlichen Formen der Begleitung gearbeitet. 

Orenda sollte ein Ort werden, an dem dieses Wissen zusammenkommen durfte. 

Nicht starr. 

Nicht fertig. 

Sondern immer offen für die Frage: 

Was braucht dieser Mensch gerade wirklich? 

Aus dieser Idee wuchs mit den Jahren immer mehr. 

 

Und irgendwann kam Iris 

Zunächst allerdings nicht als Kollegin. 

Iris kam zu Orenda, um selbst zu lernen. 

Sie absolvierte hier ihre Ausbildung, sammelte Erfahrungen und entwickelte ihren eigenen Weg. 

Und wie das bei eigenständigen Menschen gelegentlich vorkommt, führte dieser Weg irgendwann auch einmal woanders hin. 

Zu einem anderen Ausbilder. 

Zu anderen Erfahrungen. 

Wir könnten an dieser Stelle natürlich schreiben: 

„Und dann trennten sich ihre Wege.“ 

Aber auch das wäre nicht richtig. 

Denn berufliche oder spirituelle Wege sind das eine. 

Freundschaft ist etwas anderes. 

Iris blieb. 

Nicht als Mitarbeiterin. 

Nicht als Bestandteil eines Praxiskonzeptes. 

Sondern als Mensch und Freundin. 

Und manchmal sind genau diese Verbindungen diejenigen, bei denen man erst viel später bemerkt, wohin sie eigentlich führen. 

 

2023 wurde aus Verbundenheit Zusammenarbeit 

Erst 2023 kam Iris offiziell zu Orenda. 

Nach all den Jahren war das weniger ein: 

„Herzlich willkommen, wir lernen uns jetzt kennen.“ 

und wesentlich mehr ein: 

„Na gut – dann machen wir das jetzt eben zusammen.“ 

Seitdem hat sich einiges verändert. 

Denn zwei Menschen bringen nicht nur doppelt so viele Hände mit. 

Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen mit. 

Andere Blickwinkel. 

Andere Stärken. 

Und gelegentlich ausgesprochen unterschiedliche Vorstellungen davon, wie etwas am besten gemacht werden sollte. 

Das ist nicht immer bequem. 

Aber ziemlich wertvoll. 

 

Wir müssen nicht gleich sein, um in dieselbe Richtung zu gehen 

Claudia denkt häufig in großen Zusammenhängen. 

Aus einem Gedanken entsteht eine Idee. 

Aus der Idee ein Konzept. 

Aus dem Konzept möglicherweise noch am selben Abend ein neues Projekt. 

Und während andere noch darüber nachdenken, ob man das vielleicht irgendwann einmal machen könnte, ist häufig bereits die erste Seite fertig. 

Iris bringt einen anderen Blick hinein. 

Sie entwickelt ihre eigenen Schwerpunkte, gestaltet, strukturiert mit und übernimmt inzwischen Bereiche, die früher vollständig bei Claudia lagen. 

Und manchmal erinnert sie Claudia daran, dass ein neuer Einfall nicht zwangsläufig bedeutet, dass er heute noch umgesetzt werden muss. 

Ob sie damit immer Erfolg hat, lassen wir an dieser Stelle offen. 

 

Aus „Claudia macht das schon“ wurde ein echtes Wir 

Vielleicht ist das eine der größten Veränderungen der vergangenen Jahre. 

Orenda war sehr lange stark mit einer Person verbunden. 

Wenn Claudia etwas nicht machte, geschah es häufig schlicht nicht. 

Das funktioniert erstaunlich lange. 

Es ist nur kein besonders gutes Modell für die nächsten zwanzig Jahre. 

Heute werden Aufgaben verteilt. 

Ideen gemeinsam besprochen. 

Entscheidungen getroffen. 

Es gibt feste Bereiche. 

Verantwortung wird geteilt. 

Und ja – inzwischen gibt es sogar jeden Montag unseren Medizinrat & unsere Ideenschmiede. 

Der etwas ungewöhnliche Name beschreibt eigentlich ziemlich genau, was dort passiert: 

Im Medizinrat geht es um die praktische Arbeit von Orenda. Wir besprechen, was gerade ansteht, tauschen Beobachtungen und Erfahrungen aus, planen die nächsten Schritte, verteilen Aufgaben und schauen, was erledigt wurde – oder aus irgendwelchen geheimnisvollen Gründen schon wieder nicht. 

Und dann kommt die Ideenschmiede. 

Dort darf zunächst alles auf den Tisch, was uns eingefallen ist. Neue Veranstaltungen, Projekte, Angebote, Artikel, Verbesserungen oder einer dieser berüchtigten Sätze: 

„Ich hatte da noch eine Idee …“ 

Manches wird umgesetzt. 

Manches landet auf einer Liste für später. 

Und manches klingt montags ausgesprochen großartig und darf am Dienstag still und würdevoll wieder verschwinden. 

Der Medizinrat sorgt also dafür, dass Orenda funktioniert. 

Die Ideenschmiede sorgt dafür, dass Orenda niemals ganz fertig wird. 

Beides zusammen ist vermutlich ziemlich genau das, was uns ausmacht. 

Dass allerdings ausgerechnet zwei Frauen, die ausgesprochen gern neue Ideen entwickeln, ein wöchentliches Treffen eingerichtet haben, das ausdrücklich Ideenschmiede heißt, war möglicherweise organisatorisch nicht unsere ungefährlichste Entscheidung. 

Aber bislang funktioniert es erstaunlich gut. 

 

 

Und trotzdem darf jede ihren eigenen Weg behalten 

Zusammenarbeit bedeutet für uns nicht, dass aus zwei Menschen plötzlich einer werden muss. 

Claudia bleibt Claudia. 

Iris bleibt Iris. 

Mit unterschiedlichen Interessen. 

Unterschiedlichen Erfahrungen. 

Unterschiedlichen Arten, Menschen zu begleiten. 

Und eigenen Schwerpunkten innerhalb von Orenda. 

Gerade dadurch kann etwas entstehen, das eine einzelne Person niemals genauso aufbauen könnte. 

Nicht: 

Eine weiß alles. 

Sondern: 

Wir bringen zusammen, was wir können. 

Und wenn etwas nicht in unseren Bereich gehört, darf auch die Antwort lauten: 

Dafür sind wir nicht die Richtigen. 

 

Fast zwanzig Jahre Orenda – aber erst wenige davon gemeinsam 

Im August 2027 wird Orenda zwanzig Jahre alt. 

Iris wird dann gerade einmal vier Jahre offiziell Teil der Praxis sein. 

Und trotzdem lässt sich die heutige Geschichte von Orenda kaum noch erzählen, ohne beide zu nennen. 

Vielleicht ist genau das das Schöne an Lebenswegen. 

Nicht jeder Mensch, der später wichtig wird, muss schon auf der ersten Seite unserer Geschichte auftauchen. 

Manche kommen erst in einem späteren Kapitel. 

Manche verschwinden zwischendurch ein Stück aus unserem Blickfeld. 

Manche nehmen einen Umweg. 

Und manche sitzen irgendwann plötzlich neben uns und planen mit uns das nächste Kapitel. 

Zwei Frauen. Viele Erfahrungen. Unterschiedliche Wege. 

Und heute ein gemeinsames Orenda. 

 

WILLKOMMEN. 

Vielleicht hältst du dieses Journal gerade auf der Girls Night in den Händen. 

Vielleicht hast du es später auf unserer Webseite entdeckt. 

Vielleicht kennst du Orenda schon seit vielen Jahren. 

Oder du fragst dich gerade: 

Wer oder was ist eigentlich Orenda? 

Dann bist du hier ziemlich richtig. 

Wir hätten diese Seiten natürlich einfach mit unseren Angeboten füllen können. Mit Behandlungen, Veranstaltungen, Ausbildungen und allem, was wir sonst noch machen. 

Aber ganz ehrlich? 

Das wäre uns viel zu langweilig gewesen. 

Wir wollten lieber etwas schaffen, das man nicht nur mitnimmt, sondern tatsächlich mit nach Hause nehmen möchte. 

Etwas zum Lesen. 

Zum Entdecken. 

Zum Nachdenken. 

Und zwischendurch vielleicht auch zum Schmunzeln. 

So entstand diese erste neue Ausgabe des ORENDA JOURNALS. 

 

Die Weisheit der Wurzeln 

Unser Thema für diesen Herbst hätte kaum besser zu dem passen können, was gerade bei Orenda geschieht. 

Wir beschäftigen uns mit Herkunft und Veränderung. 

Mit den Erfahrungen, die uns geprägt haben. 

Mit Mustern, die uns begleiten. 

Mit unserem Körper und seinem erstaunlichen Gedächtnis. 

Aber auch mit der Frage, was entstehen kann, wenn wir irgendwann beschließen: 

Ich darf trotzdem weiterwachsen. 

Und während wir darüber schreiben, befinden wir uns selbst mitten in einer Zeit der Veränderung. 

Orenda zieht um. 

Unsere Arbeit wird immer stärker auch online zugänglich. 

Die Academy wächst. 

Neue Projekte entstehen. 

Und im August 2027 wird Orenda tatsächlich schon 20 Jahre alt. 

Vielleicht ist diese Ausgabe deshalb ein bisschen Rückblick und Aufbruch gleichzeitig. 

 

Und natürlich wäre es nicht Orenda … 

… wenn alles vollkommen geradlinig entstanden wäre. 

Eigentlich wollten wir für die Girls Night nur etwas Schönes zum Mitnehmen gestalten. 

Dann kam eine Idee. 

Dann noch eine. 

Und irgendwann war aus „etwas zum Mitnehmen“ eine ganze Zeitschrift geworden. 

Falls du wissen möchtest, wie so etwas bei uns passieren kann: 

Wir haben es selbstverständlich dokumentiert. 

Den entsprechenden Wochenwahnsinn findest du ebenfalls in dieser Ausgabe. 

Wir möchten schließlich nicht den Eindruck erwecken, hier wäre immer alles perfekt organisiert. 

Obwohl … 

Falls es auf der Girls Night tatsächlich so aussieht: 

Bitte lass uns diesen Eindruck. Wir haben hart dafür gearbeitet. 

 

Was auch immer dich zu diesem Journal geführt hat: 

Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen. 

Vielleicht findest du darin Wissen, das dich neugierig macht. 

Eine Veranstaltung, die dich anspricht. 

Eine Frage, über die du länger nachdenken möchtest. 

Oder einfach einen Satz, den du gern mitnimmst. 

Dann hat dieses Journal bereits genau das getan, was wir uns gewünscht haben. 

Schön, dass du da bist. 

Claudia & Iris 

Orenda – Praxis für archaische Medizin 

 

 

WOMIT KANN ICH EIGENTLICH ZU ORENDA KOMMEN? 

Du musst nicht wissen, welche Methode du brauchst. Es reicht, wenn du weißt: So möchte ich gerade nicht weitermachen. 

Diese Frage bekommen wir erstaunlich häufig. 

Denn wer sich auf unserer Webseite umsieht, begegnet Beratung, Coaching, schamanischer Begleitung, Hypnose, Meditation, Naturcoaching, verschiedenen energetischen Methoden und noch einigen anderen Möglichkeiten. 

Und dann sitzt man vielleicht davor und denkt: 

Schön. Aber was davon brauche ICH? 

Unsere Antwort darauf ist ziemlich einfach: 

Das musst du gar nicht wissen. 

Menschen kommen schließlich selten mit dem Gedanken zu uns: 

„Ich benötige dringend Methode Nummer sieben.“ 

Sie kommen mit etwas, das sie beschäftigt. 

Mit einer Situation. 

Einer Frage. 

Einem Wunsch nach Veränderung. 

Oder manchmal einfach mit dem Gefühl: 

Irgendetwas stimmt gerade nicht mehr für mich. 

Genau dort können wir anfangen. 

 

„Ich stecke fest.“ 

Eigentlich müsste sich etwas verändern. 

Vielleicht weißt du sogar ziemlich genau, was. 

Nur das Wie fehlt. 

Oder du hast bereits vieles versucht und landest trotzdem immer wieder an derselben Stelle. 

Dann kann Beratung oder Coaching helfen, die Situation einmal aus einer anderen Perspektive anzuschauen: 

Was geschieht tatsächlich? 

Was möchtest du? 

Was hält dich zurück? 

Und welcher nächste Schritt wäre nicht theoretisch perfekt, sondern für dein Leben tatsächlich machbar? 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Persönliche Beratung · Lebenscoaching · Naturcoaching · intensive Einzelbegleitung 

 

„Warum passiert mir das eigentlich immer wieder?“ 

Andere Beziehung – ähnliches Problem. 

Neuer Arbeitsplatz – irgendwann dieselbe Überforderung. 

Wieder zu viel Verantwortung übernommen. 

Wieder keine Grenze gesetzt. 

Wieder an einem Punkt angekommen, den du eigentlich schon kennst. 

Dann lohnt sich manchmal der Blick auf wiederkehrende Muster. 

Nicht um herauszufinden, wer daran „schuld“ ist. 

Sondern um zu erkennen: 

Wo beginnt mein eigener Handlungsspielraum? 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Psychologische Beratung · Coaching · Arbeit mit biografischen Mustern · Inneres Kind · schamanische Begleitung 

 

„In meiner Beziehung kommen wir einfach nicht mehr weiter.“ 

Manchmal wird aus einem Gespräch immer wieder derselbe Streit. 

Einer zieht sich zurück. 

Der andere möchte endlich reden. 

Beide fühlen sich nicht verstanden. 

Oder eine Beziehung steht an einem Punkt, an dem die Frage im Raum steht: 

Wie geht es mit uns weiter? 

Paarbegleitung bedeutet für uns nicht, um jeden Preis eine Beziehung zu erhalten. 

Es geht zunächst darum, wieder zu verstehen, was zwischen zwei Menschen eigentlich geschieht. 

Und manchmal auch darum, herauszufinden, ob und wie ein gemeinsamer Weg noch aussehen kann. 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Paarberatung · Einzelberatung · begleitendes Coaching 

 

„Ich habe etwas verloren – und weiß nicht, wie mein Leben danach aussehen soll.“ 

Trauer beginnt nicht nur nach dem Tod eines Menschen. 

Auch eine Trennung kann Trauer auslösen. 

Der Verlust eines Zuhauses. 

Das Ende eines Berufslebens. 

Der Abschied von einer Lebensplanung. 

Oder die Erkenntnis, dass etwas, auf das wir lange gehofft haben, nicht eintreten wird. 

Manches braucht keine schnelle Lösung. 

Es braucht zunächst einen Ort, an dem es sein darf. 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Trauerbegleitung · persönliche Beratung · Meditation · schamanische Begleitung 

 

„Ich funktioniere eigentlich nur noch.“ 

Termine. 

Familie. 

Arbeit. 

Verantwortung. 

Noch schnell dieses. 

Und jenes muss auch noch erledigt werden. 

Von außen funktioniert alles erstaunlich gut. 

Nur irgendwo unterwegs ist die Frage verloren gegangen: 

Und wo komme eigentlich ich vor? 

Dann muss nicht zwangsläufig das ganze Leben umgebaut werden. 

Manchmal beginnt Veränderung damit, überhaupt wieder wahrzunehmen, was fehlt. 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Lebenscoaching · Naturcoaching · Meditation · persönliche Begleitung 

 

„Ich möchte etwas verändern – aber nicht nur darüber reden.“ 

Manche Menschen möchten verstehen. 

Andere möchten erfahren. 

Und viele brauchen beides. 

Deshalb arbeiten wir bei Orenda nicht ausschließlich über Gespräche. 

Je nach Anliegen können Meditation, Trance, Hypnose, Naturerfahrungen oder Methoden aus der schamanischen Arbeit Teil einer Begleitung werden. 

Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen. 

Und nicht jedes Anliegen braucht eine Methode. 

Wir schauen gemeinsam, was sinnvoll ist. 

 

„Ich suche bewusst schamanische Begleitung.“ 

Vielleicht kennst du schamanische Arbeit bereits. 

Vielleicht hast du schon Erfahrungen gesammelt. 

Oder du möchtest dich einem persönlichen Thema einmal aus einer vollkommen anderen Perspektive nähern. 

Schamanische Arbeit gehört seit der Gründung zu den Wurzeln von Orenda und umfasst bei uns unterschiedliche Formen der Begleitung – von schamanischen Reisen und Ahnenarbeit über energetische Arbeit bis zu intensiveren individuellen Prozessen. 

Welche Form sinnvoll ist, richtet sich nicht nach einer fertigen Schablone. 

Sondern nach dem Menschen und seinem Anliegen. 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Schamanische Einzelsitzungen · Ahnenarbeit · schamanische Reisen · energetische Arbeit · intensive Begleitung 

 

„Ich möchte raus. In die Natur. Und wieder einen klaren Kopf bekommen.“ 

Nicht jedes gute Gespräch braucht vier Wände. 

Manchmal verändert sich etwas bereits dadurch, dass wir gehen. 

Dass der Blick weiter wird. 

Dass das Telefon in der Tasche bleibt. 

Und dass neben dem eigentlichen Thema plötzlich wieder etwas anderes wahrnehmbar wird. 

Naturcoaching verbindet Gespräch und persönliche Fragestellungen mit dem bewussten Erleben draußen. 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Naturcoaching · Medicine Walk · naturbezogene Begleitung 

 

„Eigentlich möchte ich gar keine Behandlung. Ich möchte lernen.“ 

Perfekt. 

Auch dafür gibt es Orenda. 

Vielleicht möchtest du ein einzelnes Thema kennenlernen. 

Vielleicht suchst du ein Seminar. 

Vielleicht möchtest du dich persönlich über mehrere Wochen oder Monate weiterentwickeln. 

Oder aus deiner Neugier ist längst der Wunsch entstanden, dich wirklich intensiv ausbilden zu lassen. 

Dann führt dein Weg wahrscheinlich nicht zuerst in unsere Praxis, sondern in die Orenda Academy. 

Mögliche Wege bei Orenda: 

Seminare · Programme · Ausbildungen · Online-Lernen 

 

Und wenn ich überhaupt nicht weiß, wo ich hingehöre? 

Dann ist das ebenfalls völlig in Ordnung. 

Du musst weder eine Methode auswählen noch deine Situation in die richtige Kategorie einsortieren. 

Erzähl uns einfach, worum es dir geht. 

Wir schauen gemeinsam, ob und wie wir dich begleiten können – und welcher Rahmen dafür sinnvoll sein könnte. 

Und wenn wir der Meinung sind, dass dein Anliegen nicht zu uns gehört, sagen wir auch das. 

Denn nicht jeder Mensch braucht Orenda. 

Aber vielleicht braucht der eine oder andere Mensch genau das, was er bei Orenda finden kann. 

Du musst den Weg noch nicht kennen. 

Manchmal reicht es vollkommen, zu merken, dass du einen anderen ausprobieren möchtest. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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